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Marokko bricht diplomatische Beziehungen mit dem Iran ab

(c) EPA (Emilio Morenatti)
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Grund für den Abbruch waren Aussagen einer Politikers, der Iran hätte Souveränität über Bahrain. Marokko hat sich schon in der Vergangenheit solidarisch mit Bahrain gezeigt.

Marokko hat im Zusammenhang mit Äußerungen eines iranischen Politikers zur Souveränität Bahrains die diplomatischen Beziehungen zu Teheran abgebrochen. Dies berichtete die marokkanische Nachrichtenagentur MAP am Freitag in Rabat. Aus dem Iran lag zunächst keine Reaktion vor.

Anfang Februar hatte ein konservativer iranischer Politiker laut Medienberichten erklärt, der Iran habe Souveränität über das Scheichtum und damit eine diplomatische Krise ausgelöst. Verschiedene arabische Länder hatten sich seitdem mit Bahrain solidarisiert.

Streit schwelte seit Jahrzehnten

Das Territorium Bahrains gehörte einst zu Persien. Konservative Kräfte im Iran erheben seit der islamischen Revolution nach der Entmachtung des Schahs vor 30 Jahren wieder Anspruch auf das mehrheitlich von Schiiten bewohnte Land. Iranische Regierungsvertreter hatten Ende Februar in Gesprächen mit Bahrains Außenminister Scheich Khalid Bin Ahmad den Streit um die jüngsten Äußerungen jedoch Berichten zufolge beigelegt.

Nach Ansicht von Beobachtern ist der Abbruch der diplomatischen Beziehungen Rabats zu Teheran als eine weitere Geste der Solidarität mit Bahrain zu werten. Der marokkanische Fußballverband hatte am Donnerstag ein am 1. April in Barcelona geplantes Freundschaftsspiel gegen die iranische Mannschaft aus ähnlichen Gründen abgesagt.

(Ag.)