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USA: Fed ortet Milliardenloch bei JP Morgan

Vizepräsident der Fed, Stanley Fischer(c) REUTERS (JOSHUA ROBERTS)

Die Notenbank will schärfere Regeln für die acht größten Banken der USA.

New York/Washington. Die US-Großbank JP Morgan muss wegen schärferer Vorschriften der US-Zentralbank wahrscheinlich ihren Kapitalpuffer deutlich aufpolstern. Der Bank fehlten 22 Mrd. Dollar (17,8 Mrd. Euro), um die geplanten neuen Anforderungen an Eigenkapital einzuhalten, sagte der Vizepräsident der Fed, Stanley Fischer, am Dienstag.

JP Morgan erklärte, diese Darstellung sei nicht überraschend. Die Fed will, dass sich die acht größten Banken der USA besser gegen Krisen wappnen. Es handelt sich dabei um Institute, die als systemrelevant eingestuft werden, weil ihr Zusammenbrechen das gesamte Finanzsystem der USA gefährden könnte.

Die Banken, darunter auch die Bank of America, Goldman Sachs und die Citibank, sollen deshalb zusätzlich zu bestehendem weiteres Eigenkapital vorhalten. Verlangt wird der Gegenwert von ein bis 4,5 Prozent ihrer risikoreichen Geschäfte.

Die neuen Regeln sollen laut der Fed schrittweise eingeführt werden und 2019 voll greifen. Zu diesem Zeitpunkt bräuchte JP Morgan das volle zusätzliche Eigenkapital. Die anderen sieben Großbanken sind nach Fischers Darstellung bereits ausreichend abgesichert. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.12.2014)