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Mieten als Preistreiber: Inflation steigt auf 1,0 Prozent

THEMENBILD: WOHNEN, UMZUG, MIETEN
Mieten lassen Inflation im März auf 1,0 Prozent steigenAPA/HELMUT FOHRINGER
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Die Wohnungsmieten verteuerten sich im Jahresvergleich um fünf Prozent. Zudem waren die Treibstoffpreise im März weniger preisdämpfend.

Die Teuerung in Österreich ist im März wieder leicht angestiegen. Die Jahresinflationsrate betrug 1,0 Prozent, nach 0,8 Prozent im Februar. Hauptverantwortlich für die Zunahme waren die Treibstoffpreise, die im Jahresabstand weniger stark fielen als im Vormonat, teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Preistreiber waren Ausgaben für Wohnen, Wasser und Energie.

Vor allem die Wohnungsmieten sind teurer geworden, und zwar um fünf Prozent im Jahresvergleich. Insgesamt übte die Gruppe Wohnung, Wasser, Energie (durchschnittlich +1,6 Prozent) den stärksten Einfluss auf die Inflation aus.

Treibstoff weniger preisdämpfend

Der tägliche Einkauf, der überwiegend Nahrungsmittel enthält (Mikrowarenkorb), hat sich im März im Jahresabstand um 1,1 Prozent verteuert und lag damit über dem allgemeinen Preisniveau. Im Februar war es noch umgekehrt gewesen. Der wöchentliche März-Einkauf mit Essen, Dienstleistungen und Treibstoffen war dank billigen Öls mit minus1,1 Prozent weiter deflationär. Die Abwärtsdynamik hat aber abgenommen. Im Februar hatte sich der Miniwarenkorb, der einen typischen wöchentlichen Einkauf repräsentiert, noch um 1,8 Prozent verbilligt.

Die wichtigsten Preissenker waren Treibstoffe mit minus 11 Prozent, sie verbilligten sich im März gegenüber dem Vorjahresmonat aber nicht mehr ganz so stark wie das noch im Februar der Fall war. Diesel kostete im März 2015 um 11,8 Prozent weniger als im März 2014, Superbenzin um 10 Prozent weniger.

Pensionisten überdurchschnittlich belastet

Pensionisten waren erneut stärker vom Preisanstieg betroffen. Der speziell für Senioren errechnete Index PIPH war mit 1,3 Prozent um 0,3 Prozentpunkte höher als die allgemeine Teuerungsrate (1,0 Prozent). Grund dafür waren die Preisanstiege für Gesundheitspflege, die im PIPH höher gewichtet sind. Ebenfalls mehr Bedeutung messen die Statistiker Versicherungsdienstleistungen, dem Sozialschutz sowie der Wohnungsinstandhaltung bei - all diese Bereiche haben sich im März verteuert.

Der für die Eurozone errechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex HVPI für Österreich stieg im März um 0,9 Prozent. Im Vormonat Februar lag der Anstieg bei 0,5 Prozent. Der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) lag im März um 1,3 Prozent über dem Vorjahresmonat (Februar: 1,0 Prozent). Im Monatsabstand, von Februar auf März, stieg das allgemeine Preisniveau (VPI) um 1,2 Prozent.

 

(APA)