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Pläne für Privatspital beim Wiener AKH vom Tisch

Archivbild: Die Fassade eines Institutsgebäudes am Gelände des AKH
Archivbild: Die Fassade eines Institutsgebäudes am Gelände des AKH(c) APA/ROLAND SCHLAGER
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Zwei Versicherungen hatten Interesse gehabt, auf dem AKH-Gelände ein privates Spital zu errichten. Nun soll Bürgermeister Häupl persönlich eingegriffen haben.

Das Pläne für ein Privatspital auf dem Gelände des AKH in Wien sind laut „Presse“-Informationen gestorben. Bürgermeister Michael Häupl soll persönlich eingegriffen und ein deutliches Nein zu dem Projekt ausgesprochen haben. Wie berichtet, haben zwei Versicherungen – Uniqa und Wiener Städtische – Interesse gehabt, auf dem Gelände nahe dem Personalwohnheim ein privates Spital zu errichten. Das Rektorat und die betroffenen Versicherungen sind den „Presse“-Informationen zufolge am Donnerstag informiert worden.

Während die Stadt - und da vor allem Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely – bis vor kurzem noch für das Projekt argumentiert hat, kam Widerstand von den Medizinern. Vor etwa zwei Monaten haben sich alle Gremien der Med-Uni deutlich gegen die Spitals-Pläne ausgesprochen. Diese Geschlossenheit dürfte dem Vernehmen nach auch der Hauptgrund für Häupls Entscheidung gewesen sein.

Außerdem sei das Verhältnis zu den Ärzten - aus anderen Gründen - derzeit ohnehin nicht das beste. Der Bürgermeister wollte offenbar deshalb vor der Wahl keine neue Front aufbauen. Außerdem richtet sich der Wahlkampf der SPÖ derzeit stark auf die Basis, wo der Einsatz für ein Privatspital ohnehin nicht gut ankäme.

 

(g.b.)

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