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Reisewarnung: Niederlande fliegen Touristen aus Tunesien

Sicherheitskräfte patroullieren am Strand von Sousse nach den Anschlägen in Tunesien.
Sicherheitskräfte patroullieren am Strand von Sousse nach den Anschlägen in Tunesien.(c) APA/EPA/MOHAMED MESSARA
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Die Reiseveranstalter der Niederlande reagieren auf eine dringende Reisewarnung des Außenministeriums. In Tunesien gab es mehrere Festnahmen.

Aus Sorge vor weiteren Terroranschlägen in Tunesien werden die niederländischen Touristen aus dem Urlaubsland ausgeflogen. Die Reiseveranstalter reagierten damit auf eine dringende Reisewarnung des niederländischen Außenministeriums, sagte ein Sprecher der Reiseorganisation Thomas Cook der niederländischen Nachrichtenagentur ANP am Donnerstag.

Das Außenministerium hatte zuvor von Reisen nach Tunesien abgeraten. "Es kann neue Anschläge geben, auch gegen Touristen und Bürger des Westens." 275 niederländische Urlauber sollten am Abend mit einer Maschine der deutschen Fluggesellschaft Condor in Amsterdam landen. Bei einem Terroranschlag am Strand bei dem tunesischen Badeort Sousse waren in der vergangenen Woche 38 Urlauber getötet worden, bevor der Attentäter von Sicherheitskräften erschossen wurde. Spekulationen und Augenzeugenberichten zufolge gab es mindestens zwei bewaffnete Angreifer.

Das österreichische Außenministerium rät auf seiner Homepage, sich genau über die jeweilige Sicherheitslage vor Ort zu informieren. Eine partielle Reisewarnung ist nur für die Saharagebiete aufrecht. Für den Rest des Landes gelte aber ebenso "erhöhtes Sicherheitsrisiko".

Acht Verdächtige festgenommen

Sechs Tage nach dem Anschlag in Sousse haben die Sicherheitsbehörden nach eigenen Angaben acht Verdächtige mit "direkter Verbindung" zu dem Angriff festgenommen. Das sagte Kamel Jendoubi, Minister für die Beziehungen zu den Verfassungsinstitutionen und der Zivilgesellschaft, am Donnerstag in Tunis bei der ersten Pressekonferenz zum Stand der Ermittlungen seit dem Attentat.

Am späten Mittwochabend hatte bereits ein Regierungsvertreter von zwölf Festnahmen seit Freitag im Zusammenhang mit dem Anschlag gesprochen. Ob sich die acht Verdächtigen mit "direkter Verbindung" unter jenen zwölf Festgenommenen befinden oder sich die Gesamtzahl der Verhafteten nun erhöht hat, war zunächst unklar

(APA/dpa)