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Hälfte im Urlaub ständig erreichbar

Überstunden, ständige Erreichbarkeit, wenig Freizeit. Arbeit und Privatleben auszugleichen fordert ganz schön.

Es war einmal der 9-to-5-Job. Heute: Dokumente sind überall abrufbar, kein Abendessen mit Freunden vergeht, ohne dass jemand am Smartphone seine E-Mails checkt.

Arbeits- und Freizeit verschwimmen zusehends. Modelle wie Home Office oder Vertrauensarbeitszeit werden immer beliebter. Zudem benutzt jeder zweite Arbeitnehmer in Österreich beruflich und privat dasselbe Mobilgerät. Gemischte Gefühle für den Arbeitnehmer: Mehr Freiheit einerseits, weniger Freizeit andererseits.

Können Arbeitnehmer ihren Job gedanklich noch im Büro lassen? Wie wirkt sich die durchgehende Erreichbarkeit auf die empfundene Arbeitslast aus? Der Ranstad Workmonitor bringt neue Zahlen für Österreich.

Bereitschaft der Arbeitnehmer und Erwartungen der Arbeitgeber ausgeglichen

45 Prozent der österreichischen Arbeitgeber erwarten von ihren Mitarbeitern, außerhalb der regulären Arbeitszeiten verfügbar zu sein. Dazu sind die Arbeitnehmer mit 43 Prozent auch bereit. Österreich liegt bei beiden Zahlen hinter dem weltweiten Schnitt. Die Erwartungshaltung und Bereitschaft der Männer liegt über der der Frauen. Interessantes Detail: Das Mischen von Beruf und Freizeit ist nicht einseitig. 61 Prozent der Befragten kümmern sich in der Arbeitszeit ab und zu um Privatangelegenheiten.

Urlaub ist keine Ausnahme

Immerhin jeder dritte österreichische Arbeitgeber erwartet, dass seine Mitarbeiter auch im Urlaub erreichbar bleiben. Tatsächlich sind das auch 45 Prozent der Befragten. Immerhin: 75 Prozent der Österreicher geben an, trotzdem abzuschalten und ihre Arbeit loszulassen.

Neue Möglichkeiten rufen nach neuer Verantwortung

Die schwammige Trennung von Arbeits- und Freizeit bringt eine erhöhte Belastung mit. Daher ist es essentiell, verantwortungsbewusst mit den neuen Möglichkeiten umzugehen und Mitarbeiter vor psychischen Belastungen zu schützen. Auch Arbeitnehmer können Smartphone und Laptop einfach mal abschalten. Denn kein Chef darf erwarten, 24 Stunden, 7 Tage erreichbar zu sein.

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