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Oberhauser: Kürzere Wartezeiten für Patienten

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser
Gesundheitsministerin Sabine OberhauserClemens Fabry
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Bei Strahlentherapien und Magnetresonanztomografien sollen Engpässe beseitigt werden: Minister Oberhauser kündigt im Interview mit der "Presse am Sonntag" konkrete Initiativen an.

Für Patienten, die wochenlang auf Strahlen- oder Chemotherapien warten müssen, sind jetzt Verbesserungen in Vorbereitung. Bei Strahlentherapien werde es "jetzt zu einer Aufstockung kommen", erklärt Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ). Dies sei "leider schlecht geplant" gewesen, räumt sie im Interview mit der "Presse am Sonntag" ein.

Auch bei Magnetresonanztomografien ist eine Verkürzung der langen Wartezeiten auf Termine geplant. Es gebe dabei auch zu viele Zuweisungen von Patienten, bemängelt die Gesundheitsministerin: "Manches könnte auch per Röntgen gemacht werden", betont Oberhauser, die selbst Ärztin ist. Außerdem drängt die Ressortchefin Sozialversicherungen und Radiologen zu Änderungen des einschlägigen Vertrages, der eine Deckelung bei Honoraren vorsieht. Allerdings "kann ich da leider nur an die Obleute der Sozialversicherungen und an die Ärzte appellieren."

Trotz der Vorbehalte in der ÖVP hält die Gesundheitsministerin am Vorhaben der umstrittenen neuen Primärvorsorgung fest. Diese soll als Alternative zu den Spitälern ausgebaut werden und zwar in Zusammenschlüssen von Ärzten auch mit Krankenpflegern oder Sozialarbeitern. Ihr Ministerium werde schon "demnächst" einen Gesetzesentwurf zur Diskussion vorlegen, kündigt Oberhauser an. Ob das Gesetz noch heuer umgesetzt werde, "kann ich nicht sagen". Am System der Hausärtze wede aber "nicht gerüttelt", beruhigt die Ressortchef im Interview mit der "Presse am Sonntag". (ett)