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ABGB-Übersetzung in „Klarsprache“ geplant

Projekt. Experten der Uni Graz wollen das ABGB textlich modernisieren und laden Interessierte zur Mitarbeit ein.

Wien/Graz. Mit dem kommenden Wintersemester geht eine Plattform online, auf der die Öffentlichkeit ein Projekt zur Modernisierung des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB) mitverfolgen und unterstützen kann. Der Grazer Zivilrechtsprofessor Peter Bydlinski will zusammen mit dem ebenfalls an der Uni Graz lehrenden Germanisten Rudolf Muhr die Verständlichkeit des Gesetzeswerks verbessern.

Das ABGB stammt aus dem Jahr 1811; über weite Strecken stehen die mehr als 200 Jahre alten Bestimmungen in ihrer ursprünglichen Fassung in Geltung. Bydlinski beabsichtigt eine Publikation, die dem geltenden Text eine „Übersetzung“ in sogenannter Klarsprache gegenüberstellt. Sachlich-inhaltliche Rechtsänderungen sind hingegen nicht geplant; auf erkannte deutliche Schwachstellen wollen die Experten aber hinweisen.

Nachdem das auf drei Jahre angelegte Projekt im Herbst 2014 gestartet worden ist, liegen bereits erste Textvorschläge vor. Sie können demnächst auf der Internetplattform eingesehen werden. Interessierte sind eingeladen, zu den veröffentlichten Vorschlägen Stellung zu nehmen und so zu weiteren Verbesserungen beizutragen. Zentrales Ziel ist es, Studierenden und sonstigen ABGB-Benutzern den Zugang zu diesem zivilrechtlichen Zentralgesetz zu erleichtern. (kom)

http://abgb-modernisierung.uni-graz.at

Mail: abgb-modernisierung@uni-graz.at

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.09.2015)

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