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Linz: Ab Mai 2016 Abriss der alten Eisenbahnbrücke

Nach der klaren Entscheidung der Linzer in einer Volksbefragung für einen Neubau soll die neue Donauquerung bis Mai 2020 fertig sein.

Linz. 68 Prozent der Linzer, die am vergangenen Sonntag, an der Volksbefragung teilgenommen haben, sprachen sich für einen Neubau statt der gut 100 Jahre alten Eisenbahnbrücke aus. Ein knappes Drittel (32 Prozent) wollte eine Sanierung und die Errichtung einer Begleitbrücke. Die Linzer SPÖ und Bürgermeister Klaus Luger sehen damit ihre Linie bestätigt und drücken nun bei der Umsetzung aufs Tempo. Schon jetzt im Oktober läuft das Vergabeverfahren für den Abriss der Tragwerke an, im Mai kommenden Jahren werden nach dem Zeitplan die Abbrucharbeiten beginnen und vier Jahre später soll die neue Brücke 2020 für den Verkehr freigegeben werden.

Die Volksentscheidung in Linz war parallel zur Landtags- und Gemeinderatswahl am vergangenen Sonntag gefallen. Luger hatte schon zuvor zugesichert, dass das Ergebnis der Volksbefragung bindend sei. Noch bevor Lugers Wiederwahl als Bürgermeister feststeht - die Entscheidung fällt am 11. Oktober in einer Stichwahl mit ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard Baier - treibt er den Ersatz für die alte Eisenbahnbrücke voran. Bereits im September 2014 hat sich eine Jury für die Umsetzung des Projekts des französischen Architekten Marc Mimram, das mit seinen Bögen zumindest an die Eisenbahnbrücke erinnert, entschieden.

Die künftige Donauquerung zwischen Urfahr im Norden und dem Linzer Industrieviertel soll für den Auto- und Fußgängerverkehr, aber auch für die Straßenbahn genützt werden. Die Baukosten werden mit rund 60 Millionen Euro bezifffert. Gerade für die Planungen für eine zweite Schienenachse über die Donau sei das Ergebnis der Volksbefragung von entscheidender Bedeutung, wie der Bürgermeister betont.

Der Zeitplan sieht für Ausschreibung und Vergabe der Abrissarbeiten eine Frist bis Jänner kommenden Jahres vor. Die notwendigen Bewilligungen für die Schiffahrt sollen bis Mai 2016 vorliegen. Die Abrissarbeiten sind für Mai bis Dezember 2016 vorgesehen. Der Neubau soll danach im letzten Quartal 2017 beginnen. Nach 34 Monaten Bauzeit ist im Mai 2020 die Verkehrsfreigabe vorgesehen. (ett)