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"Glück" als Schulfach in der Steiermark

Der Schulleiter und Lehrer des Faches Gl�ck, Ernst Fritz-Schubert...
(c) APA
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Ab Herbst wird in sechs steirischen Schulen "Glück" unterrichtet. Die Lehrer sprechen dabei über Selbstwert und Empathie genauso wie über Bewegung und Körper. Alle Schultypen sind dabei.

Wie man glücklich und zufrieden werden kann war lange nur in der esoterischen Ratgeberliteratur nachzulesen. Erst seit wenigen Jahren beschäftigt sich auch die Wissenschaft mit diesem Thema. Nun wird diese Kunst auch an einigen österreichischen Schulen gelehrt.

An sechs steirischen Pflichtschulen steht ab dem kommenden Herbst das Unterrichtsfach "Glück" am Programm: In diesem österreichweit einzigartigem Pilotprojekt lernen Kinder und Jugendliche, dass sie selbst etwas dazu beitragen können, ein glückliches Leben zu führen. Unterrichtet wird das Fach einmal pro Woche. Am Pilotprojekt nehmen sämtliche gängigen Schultypen von der Volksschule bis zur HTL teil.

"Glück ist Lebenskompetenz"

Glück ist laut SP-Landesschulratpräsident Wolfgang Erlitz nicht nur "Glückssache", sondern ein Stück erlernbare Lebenskompetenz: "Es ist schon wichtig, den Kindern und Jugendlichen klar zu machen, dass das Glück nicht ein Vogerl ist, das einfach so daher fliegt, sondern dass sie es zu einem guten Teil selbst in der Hand haben, wie glücklich sie sind", so Erlitz. Aber auch an die Lehrer sei gedacht: "Wenn sie sich mit dem Thema intensiv beschäftigen, um den Unterricht vorzubereiten, profitieren sie persönlich auch davon", ist der Landesschulratspräsident überzeugt.

Glück in Module aufgeteilt

Bei der Gestaltung des Projekts hat sich der Landesschulrat Anleihen am "Schulfach Glück" genommen, das schon seit zwei Jahren an der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg unterrichtet wird. Dabei nehmen die Schülern an "Erlebnissen" teil (z. B. Rollenspiele, Klettern), die Vertrauen und Achtsamkeit einüben und reflektieren danach darüber. Anders als in Heidelberg, wo man auch im "Schulfach Glück" Abitur machen kann, ist in der Steiermark "Glück macht Schule" kein Prüfungsfach.

Die insgesamt 36 Stunden werden thematisch in Module aufgeteilt:

  • Zwölf Stunden dienen der psychosozialen Gesundheit, aufbauend auf den großen Themen Selbstwert und Empathie sowie Kommunikation und Konfliktbewältigung als Methoden zur Gewaltprävention.

  • Zehn Stunden sind der Bewegung gewidmet.

  • Dem Zusammenhang von Ernährung, Gesundheit und Glücksempfinden wird in sechs Stunden Aufmerksamkeit gewidmet.

  • Acht Stunden thematisieren den Körper als Ausdrucksmittel. Theaterpädagogische Elemente und die Hinführung zu Kultur als Bildungs- und Freizeitprogramm finden hier Platz.