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Piquet Jr.: "Flavio Briatore war mein Henker"

Nelson Piquet Jr. muss sich ein neues Cockpit suchen.
(c) REUTERS (Stephen Hird)
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Nelson Piquet Jr. fährt nicht mehr für Renault, der Sohn des dreifachen Weltmeisters wurde entlassen. Piquet machte seinem Ärger und Unmut über die "Zustände im Team" Luft.

Nelson Piquet jun., der Sohn des dreifachen Weltmeisters, wurde nach eigenen Angaben bei Renault per sofort entlassen. "Ich wurde von Renault informiert, dass ich in dieser Formel-1-Saison nicht mehr für sie fahren werde", erklärte der Brasilianer. Als erster Anwärter auf die Nachfolge von Piquet gilt der Franzose Romain Grosjean. Er steht bei Renault als Testfahrer unter Vertrag und ist zur Zeit in der GP2-Serie tätig.

Piquet war in der vergangenen Saison bei Renault vom Test- zum Stammfahrer aufgestiegen, vermochte die hohen Erwartungen des französischen Rennstalls nur selten zu erfüllen. Das beste Ergebnis des Brasilianers war Platz zwei im Grand Prix von Deutschland im Juli 2008 in Hockenheim.

In dieser Saison blieb er in zehn Rennen ohne WM-Punkt. Das war zu wenig, um die in einem leistungsbezogenen Vertrag niedergeschriebenen Vorgaben zu erfüllen. Sein Kontrakt enthielt nämlich den Passus, dass Piquet bis zur Hälfte der Saison zumindest 40 Prozent der WM-Punkte von Alonso für eine Weiterverpflichtung hätte erreichen müssen.

In einem langen Statement machte Piquet seinem Ärger und Unmut über die "Zustände im Team" Luft. Er habe von Teamchef Flavio Briatore nie eine faire Chance bekommen. "Er (Briatore, Anm.) sicherte mir mit Blick auf diese Saison zu, dass ich im Vergleich zu Fernando 'mindestens Gleichbehandlung' erwarten dürfe, die mir zuvor nie zuteilgeworden war. Dem war aber erneut nicht so. Ich absolvierte beispielsweise mit dem neuen Auto bei Testfahrten rund 2000 Kilometer, während es Fernando auf über 3800 Kilometer brachte. Flavio Briatore war mein Henker", erklärte der Südamerikaner, der die Zeit bei Renault als "schlechteste" seiner Karriere bezeichnete.

(Ag.)