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Arbeitslosigkeit im Juni nahezu unverändert hoch

THEMENBILD: ARBEITSMARKTSERVICE AMS / ARBEITSLOSENZAHLEN /ARBEITSLOSE
386.772 ohne JobAPA/HERBERT PFARRHOFER
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Um 0,1 Prozent weniger Menschen waren im Vergleich zum Vorjahr auf Jobsuche. Hingegen stieg die Zahl der Schulungsteilnehmer deutlich um über acht Prozent.

Ende Juni waren in Österreich 319.969 Menschen auf Jobsuche, das ist ein Rückgang um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig ist aber die Anzahl der Schulungsteilnehmer um 8,2 Prozent auf 66.803 gestiegen - insgesamt waren also 386.772 Menschen ohne Arbeit, um 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Deutlich erhöht hat sich zuletzt die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen, nämlich um 48 Prozent auf 44.209.

Die Arbeitslosenquote hat sich nach österreichischer Berechnungsmethode um einen Prozentpunkt auf 8,1 Prozent reduziert, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Nach Eurostat-Berechnungsmethode beträgt die Arbeitslosenquote 6,1 Prozent (+0,2 Prozentpunkte).

Mehr Ältere, Frauen und Ausländer arbeitslos

Gegenüber dem Vormonat Mai ist die Anzahl der vorgemerkten Personen saisonbedingt um 18.698 zurückgegangen, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Weiter deutlich steigend ist die Anzahl der unselbstständig Beschäftigten, die um 1,5 Prozent auf 3,618 Millionen zugenommen hat. Mehr als die Hälfte der 54.000 zusätzlichen Jobs sind Vollzeit-Arbeitsplätze.

Arbeitslose in �sterreich im Juni
Arbeitslose in �sterreich im Juni(c) APA

Überdurchschnittlich steigt weiterhin die Arbeitslosigkeit von "Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen", Ausländern und bei den Menschen ab 50 Jahren. Von den knapp 320.000 vorgemerkten Arbeitslosen waren gut 90.000 Ausländer, fast ebenso viele waren über 50 Jahre alt.

Westen stärker als Osten

Bei den Jugendlichen entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiterhin besser als der Gesamtdurchschnitt. Für die 15- bis 24-Jährigen beträgt der Rückgang der Arbeitslosigkeit 6,7 Prozent und bei den Arbeitsmarkteinsteigern - den 15 bis 19-Jährigen - ist sie sogar um 9,2 Prozent zurückgegangen. Leicht rückläufig ist zudem auch die Zahl der Lehrstellensuchenden.

Nach Bundesländern betrachtet zeigt sich der gleiche Trend wie bisher mit sinkender Arbeitslosigkeit in den westlichen Bundesländern. Ansteigend bleibt sie hingegen vor allem in Niederösterreich und Oberösterreich. In Wien macht das AMS deutlich mehr Schulungen, daher hat sich der Anstieg der Arbeitslosenzahl verlangsamt.

(APA)