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Arbeitslosigkeit unter Inländern sinkt

THEMENBILD: ARBEITSMARKTSERVICE AMS / ARBEITSLOSENZAHLEN /ARBEITSLOSE
THEMENBILD: ARBEITSMARKTSERVICE AMS / ARBEITSLOSENZAHLEN /ARBEITSLOSEAPA/HERBERT PFARRHOFER
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Das Wirtschaftswachstum sei offenbar stärker gewesen als erwartet, so AMS-Chef Johannes Kopf.

Wien. Auf dem Arbeitsmarkt macht sich derzeit ein Sondereffekt bemerkbar: der Andrang an Flüchtlingen. Betrachtet man nur die Inländer, waren im Juni mit 272.192 um 1,7 Prozent weniger Menschen arbeitslos als im Juni 2015 (inklusive Schulungsteilnehmer). Unter den Ausländern stieg die Arbeitslosigkeit um 9,2 Prozent auf 114.580 Menschen.

Das gleiche Bild zeigt sich bei den Schulungen. Im Juni saßen um 4,4 Prozent weniger Inländer in AMS-Kursen, aber um 40,5 Prozent mehr Ausländer. Der Großteil des Zuwachses entfällt auf Deutschkurse. 25.109 anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte (sie dürfen trotz negativen Asylbescheids in Österreich bleiben) waren arbeitslos oder in einer Schulung.

Unter dem Strich gab es im Juni um 1,3 Prozent mehr Arbeitslose. „Fast erfreulich“ nennt Johannes Kopf, Chef des Arbeitsmarktservice (AMS), diese Entwicklung. Das Wirtschaftswachstum sei offenbar stärker gewesen als erwartet. In vielen Bereichen könne von einer „Stabilisierung oder sogar einem Rückgang der Arbeitslosigkeit gesprochen werden“, so Kopf.

Am Bau und in der Warenherstellung gab es etwa einen Rückgang von 10,5 bzw. drei Prozent. Das erklärt auch, warum um 1,1 Prozent weniger Männer ohne Job waren. Im Handel, einer klassischen Frauenbranche, stieg die Arbeitslosigkeit um 1,7 Prozent, im Gesundheits- und Sozialwesen um 4,1 Prozent. Und so gab es auch um 1,3 Prozent mehr arbeitslose Frauen.

Die nationale Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent. Im internationalen Vergleich fiel Österreich im Mai weiter zurück und liegt mit 6,1 Prozent nur noch auf Platz sieben der EU-Länder. (bin)


[MIXF6]

(Print-Ausgabe, 02.07.2016)