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Münchner Todesschütze war Rechtsextremist

(c) APA/AFP/CHRISTOF STACHE (CHRISTOF STACHE)
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Der 18-Jährige war Berichten zufolge stolz darauf, Arier zu sein und am selben Tag wie Adolf Hitler Geburtstag zu haben.

„Ich bin Deutscher“ und „Ich bin hier geboren“, schrie der Todesschütze von München während des berüchtigten auf Video aufgenommenen Schreiduells mit einem Anrainer. Diese beiden Feststellungen waren dem Todesschützen offenbar wichtiger als bisher bekannt. Der 18-jährige Münchner war Rassist und Rechtsextremist, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Der Deutsch-Iraner habe es demnach als „Auszeichnung“ empfunden, am 20. April, also demselben Tag wie Adolf Hitler, geboren worden zu sein. Als Deutsch-Iraner war er auch „stolz“ darauf, Arier zu sein. Araber und Türken habe er gehasst und ihnen gegenüber „Höherwertigkeitsgefühle“ gehegt, so die FAZ.

Vorbild Breivik

Kontakte zur rechtsextremen Szene hatte Ali David S. zwar nicht. Sein Blutbad richtete er aber just am 5. Jahrestag der Anschläge des rechtsextremen Islamhassers Anders Behring Breivik an. Und wie Breivik hatte auch der 18-jährige Münchner ein „Manifest“ hinterlassen.

Die Ermittler gingen zudem der Hypothese nach, wonach der 18-Jährige gezielt Menschen mit Migrationshintergrund getötet hat. Die neun Opfer stammten aus dem Kosovo, der Türkei und Griechenland.

Über seinen Hass auf Araber und Türken gab es bereits zuvor Berichte. Als Grund wurde damals angegeben, dass er von Schülern mit Migrationshintergrund gemobbt worden sei.

--> Bericht auf faz.de

(Red.)