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Zu sehr Pin-up-Girl: "Wonder Woman" nicht mehr UN-Botschafterin

RELEASE DATE June 2 2017 TITLE Wonder Woman STUDIO DIRECTOR PLOT An Amazonian princess leaves
Gal Gadot im ''Wonder Woman''-Film, der 2017 auf die Leinwand kommt(c) imago/ZUMA Press (imago stock&people)
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Nach Protesten ist die Comicfigur nicht mehr länger UN-Ehrenbotschafterin für die gesellschaftliche Stärkung von Frauen. Schuld ist vor allem ihr Erscheinungsbild.

Nach nur zwei Monaten im Amt ist die Superheldin "Wonder Woman" nicht mehr länger UN-Ehrenbotschafterin. Die Comicfigur hatte dort die gesellschaftliche Stärkung von Frauen und den Kampf um die Gleichberechtigung vertreten, aber auch Proteste ausgelöst.

Die Vereinten Nationen hätten nun ihre Zusammenarbeit mit der Kunstfigur beendet, teilte der Comic-Verlag DC Entertainment dem Sender NBC am Montag (Ortszeit) mit. Die Superheldin war erst im Oktober zu dem Amt ernannt worden. Ihre schnelle Absetzung folgt auf eine Petition, in der sich bis zum Wochenanfang fast 45.000 Menschen gegen die Wahl ausgesprochen hatten.

"Einer großbusige weißen Frau mit unmöglichen Proportionen"

Die Figur sei nicht mit den feministischen Zielen der Rolle vereinbar, argumentierten die Autoren der Petition: "Die gegenwärtige Erscheinung der Figur ist die einer großbusigen weißen Frau mit unmöglichen Proportionen", die einem "Pin-up-Girl" ähnele mit eng anliegendem Kostüm in den Farben der US-Fahne. In Kommentaren war von "schlechtem Scherz" und "Beleidigung für Frauen" die Rede.

Bereits bei der Ernennung gab es Proteste: Während der Zeremonie im Saal des UNO-Gebäudes wandten dutzende Menschen, Frauen und Männer, dem Podium den Rücken zu, einige reckten die Faust. Eine von 350 UNO-Beschäftigten unterzeichnete Petition forderte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon auf, das Projekt fallen zu lassen. 

"'Wonder Woman' steht für Frieden und Gleichberechtigung"

Der Verlag DC zeigte sich trotzdem zufrieden mit dem Einsatz der Superheldin. "'Wonder Woman' steht für Frieden, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Seit 75 Jahren hat sie viele motiviert und wird das auch noch lange nach dem Ende ihrer UN-Ehrenbotschafterrolle tun", sagte Sprecherin Courtney Simmons.

Ein für 2017 geplanter Comic zur Stärkung von Frauen und Mädchen werde wie geplant erscheinen.

Aktuell wird Wonder Woman in den Comicverfilmungen übrigens von der israelischen Schauspielerin Gal Gadot verkörpert. Der geplante "Wonder Woman"-Film soll am 16. Juni 2017 in Österreich auf die Leinwand kommen.

(APA/dpa/Red.)