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Weihnachten an österreichischer Schule in Istanbul erlaubt

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Wurde das österreichische Gymnasium in Istanbul so wie das deutsche beim Thema Weihnachten unter Druck gesetzt? Der Direktor verneint. Es wurden Kekse gebacken.

Dass türkischen Behörden das Thema christliche Weihnacht aus dem Unterricht einer deutschen Schule in Istanbul verbannt haben, sorgte für internationale Verstimmung. Kritiker orten eine gezielte Verbreitung des konservativen Islams an türkischen Schulen. Wie die "Presse" erfuhr, wurde dem Österreichischen St.Georgs.Kolleg in Istanbul das christliche Fest allerdings nicht untersagt.

In der österreichischen Schule wurden anders als in der deutsch-türkischen Schule bereits Kekse gebacken und Weihnachtslieder gesungen. Es habe keine Einmischung des türkischen Staates gegeben, berichtete Paul Steiner, der Direktor des St.Georgs-Kollegs, dem verantwortlichen österreichischen Bildungsministerium. Weihnachten sei dort also nicht verboten worden.

Auf der Homepage kann man Bilder vom Weihnachtsbasar finden. Auch die Einladung zum Weihnachtskonzert ist prominent zu sehen.

Dass sich die türkischen Behörden an die deutsche, aber nicht an die österreichische Auslandsschule wandten, könnte an den rechtlichen Grundlagen liegen. Die betroffene deutsch-türkische Schule untersteht dem türkischen Staat. Das österreichische St.Georgs-Kolleg nicht.

Auch die österreichische Schule wird mehrheitlich von türkischen Schülern besucht. Den Unterricht leiten hauptsächlich österreichische Lehrer. Sie werden vom Bildungsministerium ausgesucht und auch bezahlt. Es gilt der österreichische Lehrplan. Absprachen mit den türkischen Behörden gebe es zwar. Probleme seien bisher aber ausgeblieben.

 

(j.n./Red.)

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