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Digitalwährung Bitcoin steigt auf Rekordhoch

An illustration photo shows a Bitcoin (virtual currency) paper wallet with QR codes and a coin are seen at La Maison du Bitcoin in Paris
REUTERS
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Marktbeobachter verweisen auf zunehmende Kapitalkontrollen in China und misslungene Bargeldreformen in Indien und Venezuela.

Die Digitalwährung Bitcoin ist am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Nachdem das bisherige Hoch aus dem Jahr 2013 bereits am Mittwochabend erreicht wurde, stieg der Kurs am Donnerstag auf einen abermaligen Höchststand von gut 1.161 US-Dollar.

In Euro gerechnet kostete ein Bitcoin am Donnerstag 1.081 Euro und damit kaum weniger als die am Mittwoch erreichte Rekordmarke von 1.087 Euro. 2013 war der Kurs auf mehr als 1.100 Dollar geschnellt.

Marktbeobachter nennen vor allem zwei Gründe für die aktuell hohe Nachfrage nach der Digitalwährung. Zum einen verweisen sie auf zunehmende Kapitalverkehrskontrollen in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China. Diese sind von der chinesischen Regierung ergriffen worden, um der Talfahrt der chinesischen Währung Renminbi oder Yuan zu begegnen. Chinesische Anleger können derartige Kontrollen umgehen, indem sie auf die staatlich nicht kontrollierte Digitalwährung ausweichen.

Chaos in Indien und Venezuela

Als zweiten Grund nennen Fachleute misslungene Bargeldreformen in den Schwellenländern Indien und Venezuela. In dem riesigen Schwellenland Indien stößt die von der Regierung angestoßene Bargeldreform auf massive Schwierigkeiten. In Venezuela stockt die aufgrund der starken Inflation geplante Ausgabe neuer Geldscheine mit höherem Nennwert. Experten gehen davon aus, dass die Popularität von Bitcoins auch in diesen Ländern steigt.

Der Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Internet entstanden ist. Sie ist seit 2009 im Umlauf. Bitcoins werden in komplizierten Rechen-Prozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt. Das Bitcoin-System nutzt die sogenannte Blockchain-Technologie. Dabei handelt es sich um eine dezentral verschlüsselte Datenbank, in der alle Transaktionen gespeichert werden.

Liebhaber nennen als Vorzüge des Bitcoin, dass er im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen keiner staatlichen Kontrolle unterliegt und Bezahlwege wesentlich schwieriger nachzuverfolgen sind. Kritiker monieren, dass die Digitalwährung gerade wegen der schwierigeren Nachverfolgung auch für kriminelle Zwecke verwendet werden kann. Zudem verweisen sie auf die starken Kursschwankungen, denen der Bitcoin in den vergangenen Jahren mitunter ausgesetzt war.

(APA/dpa)