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Strom oder Wasser tanken?

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Ladesäule (Symbolbild)imago/Sven Simon

Autobauer und Energiekonzerne holen das Wasserstoffauto aus der Schublade.

München. Mitten in den medialen Hype rund um das Elektroauto springt eine Allianz aus Autobauern und anderen Weltkonzernen für den Wasserstoffantrieb in die Bresche. Bis 2025 will BMW Brennstoffzellenautos in Serie auf die Straße bringen. Gemeinsam mit Daimler, Toyota, Shell, Kawasaki oder dem Gasehersteller Linde hat sich das bayrische Unternehmen zum Hydrogen Council zusammengeschlossen. Ihr erklärtes Ziel ist, der Technologie, die seit den 1990er-Jahren als Zukunftshoffnung gilt, endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Jedes Jahr wollen sie dafür 1,4 Mrd. Euro in die Technik investieren.

 

Kein Problem bei Reichweite

Wasserstoff wird in einer sogenannten Brennstoffzelle zu Strom umgewandelt, womit Elektroautos angetrieben werden. In die Umwelt gelangt dabei lediglich Wasserdampf. Gegenüber Batterien hat Wasserstoff den Vorteil, dass höhere Reichweiten möglich sind und die Betankung mittlerweile ähnlich schnell vonstatten geht wie bei Benzin- und Dieselautos.

Bisher sind erst wenige Wasserstoff-Modelle in Großserie gegangen. Hyundai-Chef Chung Mong-koo sieht die Entwicklung aber positiv: „Es hat große Fortschritte bei der Brennstoffzellen-Technologie gegeben.“ Er sei zuversichtlich, dass die Technik schon bald konkurrenzfähig zu Benzin- und Dieselantrieben werde. Wasserstoff sei eine der besten Antworten auf die Frage, wie man Energie speichern kann. (auer/ag)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.01.2017)

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