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Sanofi mit Umsatzplus

Die Zahlen des Pharmaherstellers fielen besser aus als von manchen befürchtet.
Die Zahlen des Pharmaherstellers fielen besser aus als von manchen befürchtet.(c) REUTERS
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Im Diabetesgeschäft kämpft Sanofi gegen Nachahmer, doch ein neues Hautmedikament entpuppt sich als Kassenschlager.

Paris. Der Pharmakonzern Sanofi schaut nach einem Umsatz- und Gewinnanstieg im ersten Halbjahr optimistischer in die Zukunft. Dabei setzen die Franzosen ihre Hoffnung auf das Dermatitis-Medikament Dupixent, mit dem sie dem Umsatzrückgang beim Kassenschlager Lantus begegnen wollen.

Der sehr starke Anlauf von Dupixent in den USA sei ermutigend, sagte Konzernchef Olivier Brandicourt. Zum Thema Zukäufe sagte sein Finanzchef, Jérôme Contamine, dem Sender Bloomberg TV, der Konzern halte weiter Ausschau nach geeigneten Kandidaten.
Die Sanofi-Aktie verteuerte sich kurz nach Handelsstart an der Pariser Börse um rund eineinhalb Prozent. Die Analysten des britischen Brokers Liberum sprachen von einem soliden Zahlenwerk.

 

Gewinn dürfte stabil bleiben

Sanofi stellt nun in Aussicht, den um Sonderposten bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) im laufenden Jahr stabil zu halten. Noch im Frühjahr hat das Management vorsichtiger geklungen und einen Gewinnrückgang um bis zu drei Prozent für möglich erachtet. Grund war die Sorge um das Diabetesgeschäft in den USA, wo der Konzern mit der Konkurrenz durch Nachahmermittel für seinen Kassenschlager Lantus kämpft. Für das Insulin war der Patentschutz im Jahr 2015 ausgelaufen.

Das Umfeld im Diabetesgeschäft bleibe hart, sagte Brandicourt. Im ersten Halbjahr war es jedoch gelungen, den Umsatzschwund im Diabetesbereich von neun Prozent durch Zuwächse in anderen Geschäftsbereichen aufzufangen. Schwung brachten die Biotechnologiesparte, das Impf- sowie das Schwellenländer-Geschäft. Konzernweit lagen die Erlöse mit 17,31 Mrd. Euro sogar 8,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Der um Sonderposten bereinigte Gewinn stieg um 2,6 Prozent auf knapp 3,5 Mrd. Euro. Inklusive aller Extragewinne durch das Tauschgeschäft mit Boehringer-Ingelheim sowie positiver und negativer Sondereffekte verdreifachte sich der Gewinn auf 6,74 Mrd. Euro. Die Franzosen hatten ihr Geschäft mit Tiermedizin an Boehringer abgegeben und dafür das Geschäft mit verschreibungsfreien Mitteln der Deutschen erhalten.
Mit Dupixent hofft Sanofi, einen Blockbuster zu etablieren. Nach dem Anlauf in den USA stehen die Aussichten für Europa gut: Der Beratungsausschuss CHMP hat das Mittel der Medikamentenaufsicht EMA zur Zulassung empfohlen. (DPA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.08.2017)