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NÖ-Wahl: Disney prüft "Star Wars"-Video der Grünen

Die Grüne Landtagsabgeordnete und Spitzenkandidatin Helga Krismer im Star-Wars-Outfit.Screenshot Youtube.
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In einem Video für die Landtagswahlen 2018 lassen sich die Grünen von der Fantasy-Filmreihe inspirieren. Doch die Partei dürfte nicht um die Urheberrechte angefragt haben.

Den niederösterreichischen Grünen droht Ungemach: Das am Montag präsentierte Wahlvideo, in dem die Kandidaten in Anlehnung an "Star Wars" als Jedi-Ritter präsentiert werden, hat laut einem "Kurier"-Bericht die Aufmerksamkeit des Disney-Konzerns geweckt. Grund: Die Grünen hätten für ihren Video-Dreh nicht um die "Star Wars"-Rechte angefragt.

"Disney schützt als Unternehmen sein geistiges Eigentum und geht Meldungen zu möglichen Urheberrechtsverletzungen auch prinzipiell nach", zitiert der "Kurier" den Konzern-Sprecher Uli Müller. Potenzielle oder laufende Untersuchungen würden jedoch nicht kommentiert.

In dem Video ist zunächst in Anlehnung an die Vorspanne der Fantasy-Filmreihe in typischer "Star Wars"-Schrift von einer "schwarzen Macht" zu lesen, die die "Galaxie" bedroht. "Grüne Rebellen" aber seien bereit, sich dagegen zu stellen. Danach erscheinen die Kandidaten der Grünen in "Star Wars"-Kostümen.

"Keiner Schuld bewusst"

Es handle sich um "eigene Kostüme", sagte Landessprecherin Spitzenkandidatin Helga Krismer am Donnerstagnachmittag zur APA. Es sei auch "aus keiner Star Wars-Episode etwas verwendet worden". Die Grünen seien sich "keiner Schuld bewusst, andernfalls müssten ja ganze Faschingsumzüge gemeldet werden irgendwo in den USA". Nachsatz: "Anscheinend ist die ÖVP ziemlich nervös."

Für die Medien- und Urheberrechtsexpertin Margot Rest ist dem "Kurier"-Bericht zufolge etwa die Verwendung des typischen "Star Wars"-Schriftzuges unzulässig. Die Juristin sehe darin einen Verstoß gegen das Urheberrecht. Auch beim Intro hätten sich die Grünen "zu stark an die urheberrechtlich geschützten Filme angelehnt" bzw. "unzulässige Bearbeitungen der urheberrechtlich geschützten Filmwerke vorgenommen".

>>> Bericht im "Kurier".

(APA/red.)