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Wiener Börse am Abend: ATX nur minimal im Plus

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Archivbild.REUTERS

Im negativen internationalen Umfeld präsentierte sich der ATX Freitagabend wenig bewegt. Das Geschäft vor den Weihnachtsfeiertagen blieb ruhig.

Die Wiener Börse hat am Freitag nahezu unverändert geschlossen. Der ATX stieg marginal um 0,04 Punkte auf 3.440,06 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund fünf Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.435,00 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,19 Prozent, DAX/Frankfurt -0,23 Prozent, FTSE/London -0,15 Prozent und CAC-40/Paris -0,38 Prozent.

Das Geschäft vor den Weihnachtsfeiertagen gestaltete sich erwartungsgemäß ruhig. Das europäische Umfeld zeigte sich einheitlich mit leichten Abschlägen. Etwas belastend wirkte hier laut Marktbeobachtern der unerwartet deutliche Sieg der Separatisten bei den Neuwahlen in Katalonien.

US-Konsumausgaben gestiegen

Angesichts einer sehr dünnen Meldungslage zu den heimischen Unternehmen rückten am Nachmittag aktuelle US-Wirtschaftsdaten in den Fokus. So sind in den USA die Konsumausgaben der privaten Haushalte im November etwas stärker gestiegen als erwartet. Zudem sind die Aufträge für langlebige Güter im November weniger als erwartet gestiegen.

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Dezember noch stärker eingetrübt als zunächst ermittelt. Hingegen hat das Geschäft mit US-Eigenheimen im November überraschenderweise einen deutlichen Schub erhalten.

In einem negativen europäischen Bank-Sektor mussten auch einige heimische Branchenvertreter etwas an Terrain abgeben. Raiffeisen-Papiere büßten 0,69 Prozent auf 30,35 Euro ein und Aktien der Erste Group schlossen 0,14 Prozent leichter bei 36,54 Euro. BAWAG zeigten sich mit plus 0,83 Prozent auf 43,55 Euro gegen den Trend freundlich.

Wolford, FACC, EVN deutlich im Plus

Zu den größeren Gewinnern zählten zu Wochenschluss Wolford mit plus 2,21 Prozent auf 12,95 Euro sowie FACC mit einem Anstieg um 2,93 Prozent auf 16,16 Euro. EVN zeigten sich erneut gesucht und knüpften mit plus 0,63 Prozent auf 15,89 Euro an die jüngsten Zugewinne an.

Buwog schlossen nach zahlreichen Analystenkommentaren um 0,09 Prozent höher bei 28,73 Euro. Die Wertpapierexperten der Baader Bank haben das Kursziel von 26 auf 29 Euro angehoben. Die Einstufung bleibt unverändert bei "Hold". Nach dem jüngsten Übernahmeangebot haben die Analysten der Berenberg Bank ihr Votum von "Buy" auf "Hold" gesenkt. Das Kursziel lassen sie bei 30,50 Euro.

Warburg Research hat die "Buy"-Empfehlung für die Aktien des Immobilienunternehmens in ein "Hold" umgewandelt. Die Wertpapierexperten der Erste Group haben ihr Votum für die Aktien der Buwog von "Accumulate" auf "Halten" herabgesetzt.

(APA)