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Goldman Sachs hält den Euro für unterbewertet

Die Strategen der Investmentbank Goldman Sachs sehen trotz Nullzinsen im Euroraum für den Euro noch Luft nach oben.

Die Gemeinschaftswährung Euro sei unterbewertet, sagte Devisenexperte Zach Pandl am Mittwoch auf einer Strategiekonferenz von Goldman Sachs in Franfurt. Im laufenden und kommenden Jahr seien Kurse über 1,20 Dollar wahrscheinlich, längerfristig sei auch ein Sprung über 1,30 Dollar möglich. 2017 hatte der Euro bereits um rund 13 Prozent aufgewertet und notiert aktuell bei knapp 1,20 Dollar.

Noch seien viele Marktteilnehmer gar nicht im Euro investiert, begründete Pandl. "Viele Vermögensverwalter präferieren noch den US-Dollar." Die Euro-Rally der vergangenen Monate sei vor allem von Absicherungskäufen getrieben gewesen, da viele Anleger im europäischen Superwahljahr eigentlich auf fallende Kurse gewettet hatten. "Dann kamen die positiven Überraschungen bei den Wahlausgängen und viele fragten sich, warum sie eigentlich von einem niedrigeren Euro ausgehen."

Zwar seien politische Risiken weiterhin ein Thema. Dennoch spreche die anhaltende Konjunkturerholung im Euro-Raum für die Gemeinschaftswährung. Es sei aber davon auszugehen, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen für einen längeren Zeitraum nicht erhöhen werde. "Aber wenn es dann früher passieren würde als gedacht, hätte das einen enormen Effekt." Die meisten Experten rechnen damit jedoch nicht vor 2019. Der Leitzins liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. 

(Reuters)