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SP-Gemeindepolitiker wegen Missbrauchsverdachts in U-Haft

Der 50-jährige Niederösterreicher soll seine Enkelkinder missbraucht haben. Zudem wurden im Haus des Mannes NS-Devotionalien und illegale Waffen entdeckt.

Ein Mostviertler SPÖ-Gemeindepolitiker sitzt wegen Missbrauchsverdachts seit vergangenen Donnerstag in St. Pölten in U-Haft. Staatsanwalt Leopold Bien bestätigte am Montag Online-Medienberichte. Zudem wurden im Haus des Verdächtigen NS-Devotionalien und illegale Waffen entdeckt. Die niederösterreichischen Sozialdemokraten teilten mit, der Mann werde morgen, Dienstag, bei einem Landesparteivorstand aus der SPÖ ausgeschlossen.

Dem Verdächtigen aus dem Bezirk Amstetten wird sexueller Missbrauch u.a. von Unmündigen angelastet. Aus Opferschutzgründen gab der Sprecher der Staatsanwaltschaft keine näheren Auskünfte. Laut "NÖN" (Niederösterreichische Nachrichten) dürfte der Mann seine eigenen Enkelkinder missbraucht haben.

Sammelleidenschaft oder propagandistischer Vorsatz?

Der Mostviertler wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft vergangenen Donnerstag festgenommen. Im Zuge einer freiwilligen Nachschau wurden im Keller seines Hauses NS-Devotionalien gefunden. Hier ist laut Bien zu klären, ob es sich um einen propagandistischen Vorsatz oder um eine Sammelleidenschaft handle. Entdeckt wurden außerdem Faustfeuerwaffen sowie je zwei Handgranaten und Schlagringe, die laut dem Staatsanwalt teilweise sehr gut versteckt waren.

(APA/red.)