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Die gute Nachricht, die keiner verkündete

Die Regierung könnte die aktuellen Arbeitslosenzahlen als Erfolgsmeldung bejubeln. Hat aber offensichtlich anderes zu tun.

In den vergangenen Jahren gab es vom Arbeitsmarkt wenig Schönes zu berichten. Die Arbeitslosenzahlen stiegen Monat für Monat an, bis sie einen historischen Höchststand erreichten. Anders heute. Da hätte die Regierung eine veritable Jubelmeldung zu verbreiten: Inklusive Schulungsteilnehmern gab es fast acht Prozent weniger Arbeitslose als im Jänner des Vorjahres. Aufgelegt, sozusagen.

Aber das Sozialministerium scheint keinen großen Wert darauf zu legen, die gute Nachricht unters Volk zu bringen. Zu Mittag hatte sich Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) noch immer nicht zu Wort gemeldet. Die traditionelle Aussendung des Sozialministeriums blieb aus.

Hartinger-Kleins Vorgänger hatten noch ihre liebe Not gehabt, die unschönen Zahlen in Positivmeldungen zu verpacken. Da hieß es dann etwa: Obwohl die Arbeitslosigkeit steigt, sind wir im internationalen Vergleich immer noch Spitze. Oder so ähnlich.

Jetzt hat die Regierung ihre Positivmeldung - und verkauft sie nicht. Unterdessen meldete sich als erstes der SPÖ-Parlamentsklub zu Wort. Schwarz-Blau dürfe sich nicht auf den Lorbeeren der Arbeit der Vorgängerregierung ausruhen, so SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch in einer Aussendung.

Aber die Lorbeeren für sich zu verbuchen hat die Regierung glatt verpasst.