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Zeitreise

Ein ganzer Krieg auf einem einzigen Foto

Saigon am 1. Februar 1968. „Ich hatte keine Ahnung, dass er schießen würde“, so Fotograf Edward Adams, der für dieses Foto den Pulitzer-Preis erhielt.
Saigon am 1. Februar 1968. „Ich hatte keine Ahnung, dass er schießen würde“, so Fotograf Edward Adams, der für dieses Foto den Pulitzer-Preis erhielt.EDDIE ADAMS / AP / picturedesk.com
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Ein Kopfschuss auf einer offenen Straße. Das berühmte Bild eines amerikanischen Kriegsfotografen steht in gewisser Hinsicht für den Vietnamkrieg überhaupt. Es führte zu einem Meinungsumschwung in der Öffentlichkeit, nicht nur in den USA. Bis heute gehört es zu den meistpublizierten Kriegsbildern weltweit.

Tet ist das Neujahrsfest nach dem chinesischen Mondkalender, in Vietnam ein wichtiger Feiertag. Es wird drei Tage lang mit Volksfesten und Feuerwerken gefeiert. So war damit zu rechnen, dass viele Offiziere und Soldaten in Südvietnam am Tet-Fest des Jahres 1968, dem 30. Jänner, einige Tage bei ihren Familien und nicht in den Kasernen verbringen würden. Zwischen den kriegsführenden Landesteilen, dem Norden und Süden Vietnams, war daher für diese Woche ein Waffenstillstand vereinbart, das war eine schon länger geübte Tradition.

Dennoch brach an diesem Tag für Südvietnam die Hölle los. Seit Anfang der Sechzigerjahre wütete der Konflikt bereits, ein typischer Stellvertreterkrieg, langsam und schrittweise waren die Amerikaner hineingetaumelt, bis am Tag der Tet-Offensive klar wurde, dass der Krieg für sie in einer Sackgasse steckte.