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China macht Autobauer für Recycling von E-Auto-Akkus verantwortlich

Die chinesische Regierung nimmt die Hersteller von Elektroautos für das Recycling von Akkus in die Pflicht.

Das chinesische Industrieministerium veröffentlichte am Montag vorläufige Vorschriften, nach denen die Autobauer unter anderem für die Einrichtung entsprechender Anlaufstellen für Kunden sorgen müssen. Dort sollen die Batterien gesammelt und zu spezialisierten Recyclinghöfen gebracht werden. Die Akkus selbst sollen so gebaut und standardisiert werden, dass der Wiederverwertungsprozess möglichst leicht automatisiert werden kann. Zudem müsse eindeutig zurückverfolgt werden können, von welchem Käufer ein ausrangierter Akku stamme.

China fördert seit 2009 Elektroautos. Allerdings dürfte der Abfall aus der Lithium-Akku-Fertigung und -Verwendung in diesem Jahr bis zu 170.000 Tonnen erreichen. Die Regierung in Peking baut daher das Recycling aus, um eine zunehmende Umweltverschmutzung durch die Branche abzuwenden. In Deutschland denken die Autobauer über Geschäftsmodelle der Zweitverwertung von ausgedienten E-Auto-Batterien nach. Die EU-Kommission hat ihrerseits Mitte Februar den Bau von mehr als zehn großen Batteriefabriken in Europa gefordert, um den Rückstand bei der Herstellung zu den asiatischen Produzenten wie Panasonic, LG und Samsung aufzuholen. 

(Reuters)