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Deutsche Bundeswehr riegelt Stadt in Mali ab

Im westafrikanischen Krisenstaat Mali haben Einheiten der Deutschen Bundeswehr aus Sorge vor ethnischen Unruhen die Stadt Gao abgeriegelt.

Nach der Ermordung zweier arabischer Jugendlicher war es in Gao, Mali, vor knapp drei Wochen zunächst zu gewalttätigen Unruhen gekommen, bewaffnete Demonstranten töteten einen Sicherheitsmann. Die mit rund 1.000 Soldaten in Mali präsente deutsche Armee verstärkte auf Anfrage der UNO daraufhin am 1. März Kontrollpunkte der malischen Streitkräfte, um das Eindringen weiterer bewaffneter Milizen in die Stadt zu verhindern, wie das Einsatzführungskommando in Potsdam am Sonntag mitteilte. Die "Bild am Sonntag" berichtete, sie habe mit gepanzerten Fahrzeugen die Zufahrtsstraßen blockiert.

"In der Stadt haben dann die lokalen Kräfte in Ruhe Zeit gehabt aufzuräumen", berichtete der Kommandant der deutschen Truppen, Oberst Aslak Heisner, in der Zeitung. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos sagte, die Maßnahmen hätten maßgeblich zur Beruhigung beigetragen. Alle deutschen Soldaten seien wohlbehalten zurückgekehrt. "Damit haben wir nachgewiesen, dass das deutsche Kontingent handlungsfähig ist und unsere Reputation gegenüber unseren Partnern deutlich gesteigert. Meine Männer haben hervorragend reagiert", sagte Heisner.

Österreich nimmt mit drei Soldaten an dem UNO-Einsatz MINUSMA teil, der als der gefährlichste Friedenseinsatz der Vereinten Nationen gilt. Der Norden des Landes geriet 2012 nach einem Militärputsch vorübergehend in die Hände islamistischer und anderer Rebellengruppen, die erst nach einer französischen Intervention zurückgedrängt werden konnten.

(APA/dpa)