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Staatsoper

Hoch und hell lodert die Glut: Was für eine Götterdämmerung!

(c) Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
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KritikAm Sonntag krönte Adam Fischer den diesjährigen „Ring des Nibelungen“ mit einer kurzweiligen Interpretation der „Götterdämmerung“ – und gewaltigen musikalischen Höhepunkten. Stephen Gould und Iréne Theorin beeindruckten als Siegfried und Brünnhilde.

Adam Fischer, einer der Wagner-Spezialisten unserer Zeit, am Pult, ein hochkarätiges Sängerensemble: Erwartungsgemäß großartig ging am Sonntag der „Ring“ an der Staatsoper mit der „Götterdämmerung“ zu Ende.

Schon im Vorspiel zum längsten Drama der Tetralogie ist ja das Unheil besiegelt. Die Nornen spinnen am Schicksalsfaden, der die Geschichte der Welt erzählt. Monika Bohinec, Stephanie Houtzeel und Caroline Wenborne harmonierten diesmal so gut miteinander, dass der Schlüsselmoment fast im wohligen Klanggewebe unterzugehen drohte: Der Faden reißt, die Nornen retten sich hinab zur schützenden Erdenmutter, während sich Siegfried und Brünnhilde, nichts ahnend von den apokalyptischen Prophezeiungen, geradezu turtelnd voneinander verabschieden. Stephen Gould gewann seiner gewohnt strahlenden, felsenfest sicheren Stimme jugendlich-zärtliche Nuancen ab, Iréne Theorin als Brünnhilde präsentierte sich – bis auf kraftvolle Spitzentöne – noch nobel zurückhaltend. Adam Fischer wölbte, daran anknüpfend, mit dem Staatsopernorchester einen großen, sich steigernden Klangbogen über „Siegfrieds Rheinfahrt“.