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Bilanzierungsverstöße bei Samsung-Tochter - Aktie bricht ein

Eine Biotech-Beteiligung von Samsung Electronics muss sich wegen Verstößen gegen Bilanzierungsregeln verantworten.

Die südkoreanische Aufsichtsbehörde FSS untersucht mögliche Verstöße der Bilanzierungsregeln bei Samsung Biologics und hat einen entsprechenden Vorbescheid zugestellt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Anleger reagierten mit einem Ausverkauf. Die Aktie brach um fast ein Fünftel ein und verlor damit nahezu sechs Milliarden Dollar an Wert. Es war der höchste Tagesverlust seit dem Börsengang 2016. Am Kapitalmarkt geriet die gesamte Samsung-Gruppe ins Visier. Papiere des Baukonzerns Samsung C&T, der mehr als 40 Prozent an der Biotechfirma hält, gaben mehr als fünf Prozent nach. Die Anteilsscheine von Samsung Electronics, das mit mehr als 30 Prozent beteiligt ist, wurden aufgrund eines bevorstehenden Aktiensplits nicht gehandelt.

Samsung Biologics will nun nachweisen, dass es kein Fehlverhalten gab. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, seinen Gewinn vor dem Aktienmarktdebüt aufgeblasen zu haben. Nach hohen Verlusten in 2013 und 2014 hatte der Konzern 2015 mit einem Überschuss von umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro überrascht.

(Reuters)