OMV-Deal mit Gazprom könnte anders aussehen als geplant

Statt eines geplanten Anteilstauschs mit Gazprom könnte die OMV Vermögenswerte in Sibirien kaufen, heisst es.

Ein lange geplantes Geschäft zwischen dem Wiener Ölkonzern OMV und dem russischen Energieriesen Gazprom könnte Insidern zufolge anders kommen als gedacht. "Statt des Anteilstauschs könnte OMV die Vermögenswerte in Sibirien kaufen", sagte eine mit den Gesprächen vertrauten Person am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Ein andere Person sagte, es gebe mehrere Optionen für den Deal, einschließlich der Zahlungen. Weder OMV noch Gazprom wollten sich dazu äußern.

An dem geplanten Anteilstausch arbeiten beide Konzerne seit Jahren. Ende 2016 hatten sie sich grundsätzlich darauf geeinigt, dass sich OMV zu knapp 25 Prozent an Teilen des sibirischen Gasfeldes Urengoy beteiligt und Gazprom im Gegenzug 38,5 Prozent an der norwegischen OMV-Tochter Norge erhält. Bei dem sibirischen Feld handelt es sich um eines der größten Gasvorkommen der Welt. Doch von Beginn an gab es Befürchtungen, dass Norwegen - ebenfalls ein großer Gaslieferant - dem Geschäft kritisch gegenüber stehen könnte. Erst vor wenigen Tagen äußerte Norwegens Ölminister Terje Söviknes Bedenken. "Wir haben OMV gesagt, dass wir mit diesem Deal nicht glücklich sind", sagte der Minister im Reuters-Interview.