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China finanziert Goldmine in Tadschikistan

Das Land verfügt über eine Reihe wertvoller Bodenschätze.(c) Wolfgang Greber
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Die Chinesen wollen ihren Einfluss sichern. In der benachbarten Ex-Sowjetrepublik wird eine neue Anlage zur Förderung und Produktion von Gold für 200 Mio. Dollar gebaut.

China baut seinen Einfluss auf die Goldförderung der benachbarten Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan in Zentralasien aus. Für 200 Mio. US-Dollar (172 Mio. Euro) aus China wird im Kreis Aini im Norden von Tadschikistan eine neue Anlage zur Förderung und Produktion von Gold gebaut. Sie soll ab 2020 je 1,5 Tonnen des Edelmetalls jährlich liefern.

Der staatliche tadschikische Aluminiumkonzern Talco halte 50 Prozent Anteile an der Anlage, teilte das Präsidialamt in der Hauptstadt Duschanbe mit. Zwischen 1.000 und 2.000 Arbeitsplätze sollen in der unterentwickelten Region entstehen.

Die Vorräte der Mine werden auf 50 Tonnen Gold, 44 Tonnen Silber und 184 Tonnen Quecksilber geschätzt. Außerdem sollen dort 265.000 Tonnen des für Legierungen wichtigen Metalls Antimon lagern. Tadschikistan ist zwar die ärmste frühere Sowjetrepublik, verfügt aber über eine Reihe wertvoller Bodenschätze. 2017 wurden dort bereits 5,5 Tonnen Gold gefördert, die Weltproduktion lag bei 3.150 Tonnen.

China, selbst größter Goldproduzent der Welt, hält noch Anteile an vier anderen Goldminen in Tadschikistan. Die Schürfrechte wurden unter anderem mit dem Bau eines Heizkraftwerks in Duschanbe abgegolten. Von 2,9 Mrd. US-Dollar tadschikischer Auslandsschulden entfallen 1,2 Mrd. Dollar auf den großen Nachbarn.

(APA/dpa)