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Greenpeace fordert Ende des Verbrennungsmotors in Europa bis 2028

APA/dpa/Christophe Gateau
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Greenpeace fordert Verkehrsminister Norbert Hofer auf, Taten für den Umweltschutz zu setzen: Nicht Tempo 140 auf Autobahnen, sondern ein Aus für Benzin- und Dieselmotoren.

Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt ist zu dem Schluss gekommen, dass in Europa nach 2028 keine neuen Autos mit Verbrennungsmotoren verkauft werden dürfen, wenn die Pariser Klimaziele erreicht werden sollen. Die Umweltschutzorganisation fordert nun Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) auf, ein Ausstiegsdatum festzulegen.

"Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Wir können es schaffen, die Pariser Klimaziele zu erreichen und damit Hitze, Dürre und Gletscherschmelze aufzuhalten. Dafür müssen wir in zehn Jahren neue Diesel, Benziner und Hybride (...) verbannen und der Bevölkerung ermöglichen, auf saubere Alternativen umzusteigen", wurde Adam Pawloff, Klimaexperte bei Greenpeace in Österreich, am Donnerstag in einer Aussendung der Organisation zitiert.

Die Umweltschutzorganisation sieht nun die Auto-Konzerne sowie die Regierungen in der Pflicht. Von Verkehrsminister Hofer fordert Greenpeace, ein entsprechendes Datum für das Ende von neuen Diesel-Pkw, Benziner und Hybridfahrzeuge für Österreich festzulegen. Die in der nationalen Klimastrategie angekündigte 'Schwerpunktverschiebung zu emissionsfreien Personenwagen bis zum Jahr 2030, sei nicht ausreichend, um die Klimakatastrophe abzuwenden.

"Auch Minister Hofer muss jetzt für Österreich die Weichen stellen: Anstatt mit Tempo 140 das Klima weiter aufzuheizen, muss der Minister das Aus für den Verbrennungsmotor fixieren", sagte Pawloff. Auch die Auto-Konzerne sieht Greenpeace in der Verantwortung: Sie müssen sich von ihrem bisherigen Geschäftsmodell verabschieden und auf leistbare Fahrzeuge setzen, die mit alternativen Antrieben und nachhaltigem Strom betrieben werden, fordert die Organisation.

Laut dem Report müsste die Anzahl an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren in der EU bis zum Jahr 2035 um 80 Prozent reduziert werden. Anfang der 2040er-Jahre sollten die Straßen gänzlich frei von Diesel-Pkw, Benziner und Hybridfahrzeugen sein.

(APA)