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Laudamotion fliegt im ersten Jahr 150 Mio. Euro Verlust ein

FILE PHOTO: A Laudamotion Airbus A320 plane is seen at the airport in Vienna
Laudamotion liegt nach einem halben Jahr deutlich unter Plan.REUTERS
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Für Ryanair-Chef O'Leary ein Zeichen dafür, wie wichtig die Hilfestellung durch seine Airline war. Im zweiten Jahr möchte das Unternehmen bereits die Gewinnschwelle erreichen.

Die aus der Pleite-Airline Niki hervorgegangene Laudamotion wäre ohne die Hilfe des irischen Billigfliegers Ryanair wohl gescheitert, davon geht Ryanair-Chef Michael O'Leary aus. Im ersten Jahr steuert die Fluglinie auf einen hohen Verlust zu - wie hoch dieser unterm Strich ausfällt, wird sich erst zeigen. Klar ist aber: Das Geld aus Irland sicherte Laudamotion das Überleben.

"Allein daran, dass Lauda Motion im ersten halben Jahr 150 Millionen Euro Verlust gemacht hat, sieht man ja, wie wichtig die Hilfestellung war", sagte O'Leary in einem autorisierten Interview mit dem Branchendienst airliners.de. Ryanair erklärte am Freitag gegenüber der APA, die Zahl sei nicht korrekt, es handle sich hierbei um den erwarteten Verlust für das gesamte erste Jahr. Bei dem Interview mit airliners.de sei ein Autorisierungsfehler passiert.

Laudamotion selbst prognostizierte Ende August für das gesamte erste Geschäftsjahr einen Verlust von 150 Mio. Euro und plante, im zweiten Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen. Ab dem dritten Jahr soll Laudamotion profitabel sein. Die Airline-Branche ist üblicherweise starken saisonalen Schwankungen ausgesetzt. Die meisten Fluggesellschaften fliegen im Sommer Gewinne ein, die dann über den reiseschwachen Winter abschmelzen.

"Start einer Expansion"

Ex-Rennfahrer Niki Lauda hatte zu Jahresbeginn Teile der einstigen Air-Berlin-Tochter Niki übernommen, aber innerhalb weniger Wochen Ryanair als Partner an Bord geholt. Die Iren halten mittlerweile die Mehrheit an Laudamotion. Für den Ryanair-Chef ist Laudamotion "der Start einer Expansion - getrieben durch den Fakt, dass Laudamotion Hilfe brauchte".

Laudamotion könnte mittelfristig ganz an Ryanair gehen. "Wir haben eine Option, das innerhalb der nächsten drei Jahre zu machen. Entweder verkauft uns Niki Lauda selbst die übrigen 25 Prozent oder eben seine Familie tut dies", sagte O'Leary.

Lauda hatte sich Anfang August im Wiener AKH einer Lungentransplantation unterziehen müssen und trat seither nicht mehr öffentlich in Erscheinung. Nach Angaben seiner Familie befindet er sich auf dem Weg der Besserung.

Im September hatte Ryanair einen zusätzlichen Geschäftsführer, den Iren Colin Casey, bei Laudamotion eingesetzt

(APA)