Rapid setzt die Talfahrt fort

Rapid gegen Lask
Rapid gegen LaskAPA/HERBERT NEUBAUER

Die Hütteldorfer verloren gegen den Lask 0:1, Torhüter Richard Strebinger verhinderte eine noch höhere Niederlage. Die Fans pfiffen, das Meister-Play-off scheint in weiter Ferne.

Rapid findet auch unter Didi Kühbauer nicht aus der Krise. Die Hütteldorfer blieben am Sonntag zum dritten Mal in Folge sieglos, mussten sich dem Lask 0:1 geschlagen geben. „Mit dem Gegentor ist das Spiel gekippt, der Lask hatte dann mehr Räume und hat es gut gemacht. Wir haben es offensiv nicht gebracht, weil Lask immer Erster am Ball war“, resümierte der Rapid-Trainer. Seine Mannschaft hält als Tabellenachter nach 15 Runden weiter bei nur vier Siegen (zwei unter Kühbauer), auf Platz sechs und das Meister-Play-off fehlen bereits fünf Punkte.

Die Verunsicherung in der grün-weißen Mannschaft war in der Anfangsphase deutlich zu spüren, ein Fehlpass jagte den nächsten. Lichtblick der ersten Halbzeit war Philipp Schobesberger, der nach seiner Verletzung erstmals in dieser Saison in der Startelf stand, und am Ball immer für Gefahr sorgte. Die größte Chance aber fand Andrija Pavlovic vor, der allein vor dem Tor scheiterte (17.). Nach einer guten halben Stunde musste der Serbe mit einer Zerrung vom Platz, was Rapid merklich schwächte. Die Gäste aus Linz eroberten oft Bälle, spielten die Angriffe jedoch zu unpräzise aus. Ein Weitschuss von Michorl (44.) kam dem Tor am nächsten.

In der Pause musste Rapid erneut unfreiwillig wechseln, Christopher Dibon blieb mit einer Muskelverletzung in der Kabine. Der Verteidiger hatte erst Anfang Oktober sein Comeback nach über einem Jahr Pause gegeben. Eine Hiobsbotschaft, zumal die Abwehr mit Ersatzmann Mateo Barac gewaltig ins Wackeln kam. Thomas Goiginger klopfte als Erster am Tor von Richard Strebinger an (49.), wenig später traf James Holland nach schöner Vorarbeit von Dominik Frieser zum 1:0 (54.).

Rapid fällt auseinander

In Rückstand offenbarte Rapid einmal mehr seine aktuell größte Schwäche: Die Mannschaft fiel komplett auseinander. Einzig Torhüter Strebinger bäumte sich auf, hielt gegen Joao Victor (67., 75.) und Samuel Tetteh (76.). Die Hütteldorfer vermochten diese Nachlässigkeiten aber nicht zu bestrafen, in bester Position schlug erst Deni Alar ein Luftloch (70.) und Thomas Murg jagte den Ball in den Nachthimmel (86.). Es blieb somit beim ersten Linzer Auswärtserfolg in Hütteldorf seit Mai 2000.

Für die Rapid-Spieler gab es Pfiffe, die Stimmung vor der Hauptversammlung am Montag ist angespannt. Neben der sportlichen Krise geht es auch um die Zukunft von Klubpräsident Michael Krammer und Sportdirektor Fredy Bickel.