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Zu welcher Einkommensgruppe gehören Sie?

Geldscheine
Wie viel Geld verdienen die Österreicher? Die Lohnsteuerstatistik gibt darüber Auskunft.APA/dpa/Patrick Seeger
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Mit einem Brutto-Jahreseinkommen von 40.325 Euro entspricht man in Österreich genau dem Median, so die aktuelle Lohnsteuerstatistik. Sie gibt auch Aufschluss darüber, zu welchem genauen Einkommenszehntel jeder Österreicher gehört.

Ist das eigene Gehalt hoch oder niedrig? Die Antwort auf diese Frage hängt nicht nur von den persönlichen Lebenshaltungskosten ab, sondern auch vom Vergleich mit anderen. In einem Land wie Österreich, in dem um wenig so ein großes Geheimnis gemacht wird wie um das Einkommen, mitunter ein schwieriges Unterfangen. Interessante Einsichten bietet daher die Lohnsteuerstatistik, die jedes Jahr von der Statistik Austria erstellt wird, und die nun für 2017 veröffentlicht wurde.

40.325 Euro beträgt demnach das Medianeinkommen der 6,96 Millionen steuerpflichtigen Österreicher. Wer genau diesen Betrag verdient, hat also gleich viele Menschen in der Statistik unter wie über sich. Der Mittelwert, der von den hohen Gehältern nach oben gedrückt wird, liegt mit 48.330 Euro brutto im Jahr bereits deutlich darüber.

Wirklich interessant ist aber wohl die Einteilung in die jeweiligen Einkommenszehntel. Und auch diese Frage wird von den Statistikern in folgender Tabelle beantwortet. Dabei gibt die erste Spalte immer jenen Jahresbruttowert an, ab dem ein Steuerpflichtiger ins nächste Dezil fällt. So liegt jemand mit einem Jahreseinkommen von 45.383 Euro also bereits im siebenten Dezil. Und wer mehr als 79.397 Euro brutto im Jahr verdient, kann sich zum obersten Zehntel schätzen.

 

Darüber hinaus zeigt die Tabelle auch, wie hoch die Bruttobezüge sowie die davon vom Staat einbehaltene Lohnsteuer in den jeweiligen Dezilen in Summe ist. Die obersten zehn Prozent lukrieren demnach fast ein Viertel des gesamten Gehaltskuchens, zahlen davon aber auch 40 Prozent der gesamten Lohnsteuer. Und auch Männer liegen aufgrund der höheren Vollzeit-Quote bei den hohen Einkommen deutlich vor den Frauen. Gleichzeitig stammen von ihnen auch 75 Prozent der gesamten Lohnsteuereinnahmen des Staates.

Dass sich unter den Gutverdienern vor allem Angestellte und Beamte befinden, zeigt eine andere Aufstellung der Statistiker. Demnach finden sich ab einem Jahreseinkommen von 70.000 Euro kaum Arbeiter mehr. Es ist also klar ersichtlich, dass sich eine höhere Ausbildung beim Gehalt langfristig stark auszahlt.

Wie stark Teilzeit und unterschiedliche Bildung die Gehälter von einzelnen sozialen Gruppen beeinflusst, zeigt wiederum die dritte Tabelle, in der die durchschnittlichen monatlichen Nettogehälter der ganzjährig Vollzeitbeschäftigten dargestellt werden. So liegt etwa bei den angestellten Männern das Durchschnittsgehalt bei 3.118 Euro netto im Monat. Das bedeutet einen Brutto-Jahresbezug von 73.800 Euro. Bereits mit dem Durchschnittsgehalt liegen Vollzeit arbeitende angestellte Männer also im neunten Dezil unter allen Einkommensbeziehern. (jaz)