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37 Millionen Euro Mafiageld in Österreich sichergestellt

GRASSER-EINVERNAHME DURCH JUSTIZ NACH NEUN STUNDEN BEENDET:
APA/GEORG HOCHMUTH
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Die Beschuldigten gehören einem italienischen Mafiaclan an, der in Süditalien unter anderem im illegalen Glücksspiel mitmischt. Die "Presse" hatte bereits vor Wochen über den Fall berichtet.

Das Bundeskriminalamt (BKA) gab jetzt offiziell bekannt, dass in Österreich 37,7 Millionen Euro an Mafiageldern sichergestellt worden sind. Das Geld war auf Konten sowie in Privatstiftungen, einer Firma und in Wertpapieren geparkt, teilte das Bundeskriminalamt mit.

Die Operation der österreichischen Behörden war die Folge eines Rechtshilfeansuchens aus Italien. Die italienischen Behörden waren im Zuge internationaler Ermittlungen auf dieses Netwerk gestoßen und hatten nach abgeschlossenen Ermittlungen die Österreicher darüber informiert.

Die Beschuldigten hatten Kontakt zu Mafiaclans, der in Süditalien unter anderem im illegalen Glücksspiel mitmischt. Bei den Beschuldigten handelte es sich um einen Ex-Boxer aus Neapel, seine Lebensgefährtin und einen italienischen Geschäftspartner des früheren Boxers, wie damals die "Presse" ebenfalls berichtete. Die beschlagnahmten Firmen, Stiftungen und Immobilien befinden sich in Tirol und Wien.

"Die illegal erwirtschafteten Gelder wurden über ein weltweites Netz verschleiert und gewaschen", berichtete BK-Sprecher Vincenz Kriegs-Au. In Österreich sollte das Mafiageld über ein Netzwerk von Firmen und Stiftungen zum Ankauf von Immobilien verwendet werden.

Bereits vergangene Woche gab es eine Razzia mit Dutzenden Festnahmen in Deutschland, Italien, den Niederlanden, Belgien sowie im südamerikanischen Surinam.

(red.)