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EVN rechnet heuer mit weniger Gewinn

Der Energieversorger konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht steigern. Die Dividende soll gleich hoch bleiben wie im Vorjahr. Nächstes Jahr werde man zur Normalität zurückkehren - das heißt weniger Ergebnis.

Die niederösterreichische EVN hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 einen Gewinn erzielt. Auch die Dividende soll mit gleich hoch bleiben wie im Vorjahr. Für das laufende Jahr erwartet sich der Energieversorger weniger Gewinn. Das wird als Rückkehr zu einem Normaljahr gewertet.

Das Konzernergebnis legte im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,4 Prozent auf 254,6 Mio. Euro zu, gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Von dieser Punktlandung war die EVN schon länger ausgegangen. Für 2018 geht man fürs Konzernergebnis von einer Bandbreite von 160 bis 180 Mio. Euro aus.

Das energiewirtschaftliche Umfeld war - gegenüber dem ungewöhnlich kalten Winter des Vorjahres - von deutlich wärmeren Temperaturen geprägt. Die Umsatzerlöse sanken um 6,5 Prozent auf 2,073 Mrd. Euro, vor allem wegen einer geringeren Stromvermarktung aus thermischer Produktion. Auch ein Rückgang im Erdgashandel sowie temperaturbedingte Mengeneffekte speziell in Südosteuropa wirkten sich aus.

Die EVN-Nettoverschuldung sank um 20,6 Prozent auf 963,7 Mio.
Euro.Die Eigenkapitalquote legte auf 52,3 (48,8) Prozent zu. Als Dividende sollen erneut 0,44 Euro je Aktie plus 0,03 Euro/Aktie Sonderbonus ausgeschüttet werden, heißt es aus dem Unternehmen. Zuletzt notierte die Aktie bei 13,70 Euro.

Wegen einer um 16,5 Prozent auf 3.313 Gigawattstunden (GWh)
gesunkenen Stromerzeugung aus Wärmekraftwerken ging die gesamte
Stromproduktion der EVN um 8,8 Prozent auf 5.526 GWh zurück. Erklärt
wird das Minus primär mit dem hohen Vorjahresvergleich, der durch
die damals hohe europäische Stromnachfrage im kalten Winter bedingt
war.

Die EVN hatte zuletzt 6.831 Mitarbeiter, davon 2.396 in Österreich und 4.435 im Ausland.