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Gefährliche Streiche

Die Videoplattform YouTube verbietet künftig Clips, in denen „gefährliche Streiche“ zu sehen sind.

Das heißt, auch Aufzeichnungen aus dem britischen Unterhaus werden künftig nicht mehr auf YouTube abrufbar sein. Das ist schade, denn viele Menschen haben sich hierbei vor ihren Endgeräten ganz gut unterhalten.

Auch Frankreichs Präsident, Emmanuel Macron, hat sich schon wegen gefährlicher Staatsstreiche an YouTube gewandt: Er möchte diese Gelbwesten künftig nicht mehr sehen. Und wandte sich selbst in einer YouTube-Ansprache an sein Volk: Er liebe es, sagte er, er sei schließlich Teil desselben. Und doch erwidere dieses seine grenzenlose Liebe – unverständlicherweise – nicht immer. „Wenn sie sich keinen Diesel leisten können, sollen sie sich halt ein E-Auto kaufen!“, erklärte Macron mit Inbrunst im Spiegelsaal von Versailles.

Besonders hart trifft der YouTube-Bann allerdings Österreich. Nicht nur wegen der Abenteurer in den Skigebieten derzeit. Auch aus dem Inneren der SPÖ wird es künftig nichts mehr zu sehen geben, weder aus Wien noch aus Eisenstadt noch aus Klagenfurt. Auch das Innenministerium bleibt schwarz – also der Bildschirm.

Selbiges gilt selbstredend auch für das Weiße Haus. (oli)

Reaktionen an: oliver.pink@diepresse.com

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.01.2019)