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Forschungsfrage

Warum haben sich die Europäer früher nicht gewaschen?

Symbolbild.
Symbolbild.(c) imago/Leemage (imago stock&people)
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Ab dem 15. Jahrhundert ersetzten bei der Körperhygiene zunehmend trockene Abreibungen, Parfüm und frische Unterwäsche das Wasser.

Einmal im Jahr baden? Und das unter den skeptischen Augen der Ärzte, die selbst das für gefährlich und gesundheitsschädlich hielten? Was für uns heute unvorstellbar klingt, war jahrhundertelang in Europa Usus und der Gipfel der medizinischen Weisheit. Denn die Ärzte hielten Wasser für krankheitserregend und ungesund, es sollte keinesfalls in den Körper eindringen.

Dabei war im sogenannten finsteren Mittelalter die (Bade-)Welt noch in Ordnung. Es gab in nahezu jedem Ort mindestens ein Badehaus, in dem sich Männlein und Weiblein fröhlich mischten und sich nicht nur dem Baden, sondern auch dem Essen hingaben, sich massieren ließen oder der Musik der Musikanten lauschten – im Prinzip wie heute in einer Wellnessoase. Was aber waren die Auslöser, dass diese Kultur über Jahrhunderte völlig verschwand?