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WePad: Veröffentlichte Infos teilweise falsch

WePad Veroeffentlichte Infos teilweise
(c) AP (Michael Sohn)
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Die Berliner WePad-Macher wussten offenbar selbst nicht so genau, was ihr iPad-Konkurrent kann und was nicht. Statt Linux gibt es nun doch Windows. Das Gerät wird in Asien gefertigt.

Am Dienstag sorgte das Berliner Unternehmen Neofonie mit dem WePad für Aufsehen. Das Tablet sieht Apples gelobten iPad zum Verwechseln ähnlich, ist aber viel vielseitiger, weil etwa das offene Betriebssystem Linux darauf laufe, hieß es bei der Präsentation. Offenbar nicht ganz richtig: Auf dem präsentierten WePad lief doch Windows 7, räumte der Entwickler Helmut Hoffer von Ankershoffen später ein.

Kennen die Berliner ihr eigenes Gerät nicht? Gefertigt wird das WePad in Asien. Wegen Problemen beim Zoll hätte er das Gerät "nur sehr kurz vor der PK" bekommen, schrieb Hoffer von Ankershoffen. Bei der Pressekonferenz schien auf dem Display des Prototypen schließlich eine Windows-Fehlermeldung auf - Hoffer von Ankershoffen soll sie peinlich berührt zu verstecken versucht haben. Möglicherweise ist die Linux-Version für das WePad noch nicht fertig entwickelt, weshalb auf dem Prototypen unter Windows 7 lediglich ein Video im Windows Media Player lief, das die künftige Linux-Oberfläche vorgaukelte.

Das WePad war am Montag erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden. Es ist eine deutsche Variante des iPad von Apple, das seit Anfang April in den USA auf dem Markt ist und innerhalb einer Woche 450.000 Mal verkauft wurde. Neben Neofonie ist auch der Münchener Touchscreen-Spezialist Tore Meyer von 4tiitoo an der Entwicklung beteiligt.

Das WePad soll ab Juli in Deutschland verkauft werden. Anders als das iPad soll der deutsche Tablet-Computer USB-Anschlüsse, eine Kamera und einen Steckplatz für in Europa gängige Sim-Karten besitzen. Sein Preis soll bei 450 Euro für ein einfaches und 570 Euro für ein aufwendigeres Modell betragen, wie Hoffer von Ankershoffen sagte.

(Ag. / Red.)