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[f] statt [p]: Wie die Nahrung die Sprache prägte

Symbolbild.
Symbolbild.(c) Clemens Fabry

Die agrikulturelle Revolution, die den Menschen weichere Nahrung brachte, habe über das Gebiss auch das Lautrepertoire der Sprachen verändert, sagen Forscher an der Universität Zürich.

„Ist es wahrscheinlich, dass in 50 Jahren anständige Leute zu Ficknicks im Fark gehen?“ Mit dieser frivolen Frage illustrierte der Linguist Guy Deutscher das sprachliche Phänomen, das Indogermanisten als Teil der ersten Lautverschiebung sehen: Aus [p] wird [f]. Traditionell wird diese Änderung in die Zeit um 500 v. Chr. datiert, als sich das Germanische aus der indogermanischen Sprachfamilie löste. So entspricht der lateinische pater dem deutschen Vater, der pes dem Fuß, das (der) porcus dem Ferkel.