Lehrer fordern mehr Geld: „AHS-Schüler diskriminiert“

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Der konservative Lehrerverband ÖPU appelliert an Bildungsminister Faßmann: Die AHS seien ausgehungert worden.

Wien. Es sind dramatische Worte, die da von der Österreichischen Professoren Union (ÖPU) kommen: Ein Jahrzehnt lang habe die Schulpolitik in Österreich „in erster Linie auf die Zerstörung unserer Schulart abgezielt“, schreiben die konservativen AHS-Lehrer in einem offenen Brief an Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP).

Sie fordern von dem Minister das Ende des „Aushungerns des Gymnasiums“, das seine Vorgängerinnen betrieben hätten. Die roten Bildungsministerinnen hätten „AHS-SchülerInnen ,erfolgreich‘ diskriminiert“. Im Gegensatz zu anderen Schularten seien laut Nationalem Bildungsbericht in den vergangenen Jahren die Pro-Kopf-Ausgaben für die Gymnasiasten gesunken. „Wir können ihnen nun mangels Ressourcen bei Weitem nicht mehr das bieten, was wir ihnen bieten wollen.“ Der Minister solle das nötige Geld zur Verfügung stellen.

Die AHS verzeichneten zwar seit 2000 real das größte Plus bei den Gesamtausgaben (33 Prozent), pro Kopf liegen sie aber mit plus 17 Prozent an letzter Stelle. Insgesamt sind die Mittel für die AHS nicht im gleichen Ausmaß angestiegen wie die Schülerzahl. Unter Ministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) stagnierten die Ausgaben pro Gymnasiast, unter Claudia Schmied (SPÖ) stiegen sie wegen der Klassenschülerhöchstzahl stark an, unter Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) sanken sie wieder leicht. Jüngere Daten gibt es noch nicht.