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Spediteure wollten Iraker im Sarg nach Großbritannien schleusen

Im französischen Coquelle, kurz vor dem Eurotunnel, flog der Schleuserversuch auf.
Im französischen Coquelle, kurz vor dem Eurotunnel, flog der Schleuserversuch auf.REUTERS

In Frankreich flog der Versuch auf. Um den versiegelten Sarg zu öffnen, brauchten die Männer fremde Hilfe.

Zwei polnische Spediteure haben versucht, einen irakischen Flüchtling in einem Sarg nach Großbritannien zu schleusen. Sie seien zu 14 Monaten Haft verurteilt worden, sagte der Staatsanwalt von Boulogne-sur-Mer im Norden Frankreichs. Die beiden Männer waren mit einem Kastenwagen mit mehreren Särgen aus Polen kommend nach Großbritannien unterwegs.

Kurz vor dem Eurotunnel sei bei einer Kontrolle im französischen Coquelles in einem der Särge der Iraker entdeckt worden, sagte der Staatsanwalt. Daraufhin seien die Männer vorläufig festgenommen worden. Vor Gericht gaben sie demnach an, sie hätten nicht gewusst, dass der Mann in dem Sarg lag.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hätte der Flüchtling den Sarg aber nicht ohne Hilfe öffnen können, da er mit einer Plombe versiegelt gewesen sei. Den Männern wurde besonders zur Last gelegt, dass sie den Mann unter "unwürdigen Umständen" transportiert hätten.

(APA/AFP)