Paketlieferanten zweigten 160 Packerln ab

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Symbolbild(c) REUTERS (Heinz-Peter Bader)

20 Zusteller sollen in der Steiermark die Annahme von Paketen mit gefälschten Unterschriften „quittiert“ haben.

In der Obersteiermark sind 20 Paketlieferanten ausgeforscht worden, die seit Ende 2017 rund 160 Packerln mit Unterhaltungselektronik, Parfüms, Edelmetallschmuck, Kfz-Ersatzteilen und Zigaretten für sich abgezweigt hatten. Die Männer hatten Empfängerunterschriften gefälscht. Die Ermittlungen waren ins Rollen gekommen, als im Dezember 2017 in einem Wald bei Leoben zwölf leere Pakete gefunden wurden.

Die 20 Männer im Alter zwischen 19 und 40 Jahren aus Ungarn, Rumänien und der Türkei waren im vergangenen Jahr nach und nach aufgeflogen. Aus ermittlungstaktischen Gründen gab die Polizei die Angelegenheit erst am Mittwoch bekannt. Die Leobener Ermittler forschten nach dem Fund im Wald in mehreren obersteirischen Bezirken nach, ob die Empfänger ihre Bestellungen reklamiert hatten. Dabei stellte sich heraus, dass der Empfang mittels gefälschter Unterschriften zwar "quittiert" worden war, die Kunden hatten aber keine Ware erhalten und dies auch gemeldet.

Die überwiegend als selbstständige Subunternehmer des Paketdienstes arbeitenden Männer sind nur zum Teil geständig. Sie wurden bei der Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt. Insgesamt entstand laut Polizei ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.