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Jeder fünfte Online-Käufer wurde bereits betrogen

Online-Shopper passen mittlerweile besser auf.
Online-Shopper passen mittlerweile besser auf.(c) REUTERS (Valentin Flauraud)
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Auch Anbieter beklagen zunehmenden Betrug.

Wien. 22 Prozent von 1000 Online-Einkäufern sind beim Shoppen im Netz schon in die Falle getappt. Die Top drei der Betrugsarten seien gefälschte Zahlungsaufforderungen, Schadsoftware und Abo-Fallen, hieß es vom Verein Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen, der die Umfrage in Auftrag gegeben hat. Auch 229 Online-Anbieter nahmen daran teil.

Die Konsumenten berichteten weiters über Ärger mit vermeintlichen Gratisangeboten und nicht gelieferten Bestellungen. Laut der Informationsplattform Watchlist Internet sind Abo-Fallen ein häufiger Beschwerdegrund: Verbraucher erhalten als kostenlos angepriesene Angebote, für die nach einiger Zeit überraschend eine Rechnung eintrudelt.

Fast 27 Prozent der befragten Online-Anbieter wiederum wurden bereits Opfer eines Bestellbetrugs. Fast jedes zweite Unternehmen gab an, dass die Fälle zugenommen hätten. Zu den häufigsten Betrugsarten zählen die Angabe falscher Namen oder Adressen und Identitätsmissbrauch. Nicht selten sind auch die Zahlungsunfähigkeit von Kunden, das Abstreiten des Warenerhalts und die Angabe falscher Zahlungsdaten. Um sich zu schützen, ergreifen 83 Prozent der Verkäufer Maßnahmen: Sie bieten nur sichere Zahlungsarten an oder prüfen verdächtige Bestellungen. Auch Bonitätsanalysen und Sperrlisten betrügerischer Kunden werden eingesetzt.

Die Online-Shopper passen mittlerweile ebenfalls besser auf: Wenn Angebote unseriös wirken, kaufen 61 Prozent nicht ein, jeder Zweite recherchiert zuvor über den Anbieter und sucht nach Kundenbewertungen. Rund ein Drittel verifiziert außerdem das Impressum, und ein Viertel überprüft, ob ein Gütezeichen vorhanden ist. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.05.2019)