Kardinal Schönborn ist guter Dinge

Kardinal Schönborn
Kardinal SchönbornAPA/EXPA (MICHAEL GRUBER)

Noch rekonvaleszent hat sich der an Krebs erkrankte Kardinal Christoph Schönborn bei seinem Sommerempfang gezeigt.

Bei seinem jährlichen Sommerempfang sagte Kardinal Christoph Schönborn, Wiener Erzbischof, es gehe ihm "großartig". Zum Thema Priestermangel meinte er, der Ruf nach dem Ende des Zölibats oder dem Frauenpriestertum löse nicht alle Probleme, "so einfach ist das nicht".

"Es ist faszinierend wie der menschliche Leib funktioniert", gab Schönborn sehr persönliche Ansichten nach seiner Krebsoperation preis. Eine weitere Erkenntnis: "Es gibt Menschen, die sehr viel kranker sind." Bereits am Sonntag hatte der Erzbischof die Pfingstmesse im Wiener Stephansdom gefeiert, auch sein traditioneller Sommerempfang mit unter anderem Medienvertretern im Erzbischöflichen Palais war wieder gut besucht.

Zum Empfang gekommen waren auch mehrere Kandidaten für die Priesterweihe. "Ich glaube, es gibt einen lebendigen Kern", meinte der Kardinal auf die Frage nach einer möglichen Identitätskrise des Priestertums. Solange es Sehnsucht nach dem Feiern der Heiligen Messe gibt, werde es immer Priester brauchen. Das größere Problem für Schonborn ist der Rückgang praktizierender Christen, der verhältnismäßig größer sei.