Platter: "Vertrauensbasis zur FPÖ hat sich nicht verbessert"

Günther Platter
Günther PlatterAPA/EXPA/JOHANN GRODER

Der Tiroler ÖVP-Landeshauptmann zeigt sich skeptisch gegenüber einer Neuauflage von Türkis-Blau, will sie aber auch nicht ausschließen.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) steht einer Fortsetzung der türkis-blauen Koalition nach der Nationalratswahl am 29. September eher skeptisch gegenüber. "Die Vertrauensbasis zur FPÖ hat sich sicher nicht verbessert", sagte Platter im Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" (Mittwochsausgabe). Für ihn sei die Fortsetzung der Koalition mit der FPÖ nicht gesetzt.

Man sollte aber nicht von vornherein bestimmte Parteien ausschließen, fügte der Landeshauptmann hinzu. Erste Ansprechpartner gebe es prinzipiell nicht. Man müsse mit allen Parteien sprechen. Nicht die Farbe sei entscheidend, sonder die Inhalte und Personen. "Wenn ich jetzt höre, dass Strache bei der Wien-Wahl antreten möchte, dann fällt das in die Kategorie Wählervertreibung", sagte der Landeshauptmann.

FPÖ findet Aussagen Platters „erhellend"

Für den Tiroler FPÖ-Chef Markus Abwerzger seien die Aussagen Platters "erhellend". "Er ist und war ein Befürworter einer grünen Regierungsbildung nicht nur in Tirol sondern auch im Bund", reagierte Abwerzger in einer Aussendung. Proponenten der "ÖVP-alt" wie Platter könne man nicht vertrauen, denn ihnen gehe es um Machterhalt und nicht um die Sorgen und Bedürfnisse der Bevölkerung.

"Platter soll nicht immer den Moralzeigefinger erheben, wenn seine ÖVP selbst tief im Spendensumpf sitzt", erklärte Abwerzger und forderte Platter auf, zu den Spenden von Heidi Horten und insbesondere des Tiroler Bauinvestors Klaus Ortner Stellung zu beziehen.

(APA)