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Feuilleton

Ein (teures) Foto für die Kanzlerin

Das Bildnis ist bezaubernd schön.
Peter Coeln hat Kanzlerin Brigitte Bierlein fotografiert.(c) Peter Coeln
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Kanzlerin Brigitte Bierlein verdoppelt eine Subvention. Einfach so. Sonst werden freihändige Kultursubventionen (KTM Motohall) wenigstens verschwiegen.

Wir sind bei Hofe, immer noch – der Monarch gibt. Der Günstling schenkt. Ein schmeichelhaftes Porträt. Ein bisschen Rückenstärkung. Zum Beispiel.

Kulturpolitik heißt das dann in Österreich –und findet in der Regel zumindest hinter verschlossenen Türen statt. Dieser Tage aber plötzlich im Blitzlicht: „Kanzlerin Bierlein rettet Fotogalerie Westlicht“ jubeln Zeitungen, bebildert mit einem schmeichelhaften Porträt der Dame, aufgenommen vom Geretteten himself, Peter Coeln, mit der Susse Frères Daguerréotype von 1839. Wow. Coelns von der APA festgehaltene Wortmeldung in diesem Zusammenhang ist da fast herzerfrischend: Das sei für ihn eine ganz neue Erfahrung im Umgang mit der Politik.

Allerdings, denn bisher bekam der Sammler und Fotohändler seine 50.000 Euro Bundesförderung wie alle anderen erst nachdem die Bewerbungsfrist (Mitte Oktober) abgelaufen ist, der Beirat getagt und die Kunstsektion entschieden hat. Und jetzt Monate voraus und gleich doppelt! Offiziell rudert da eine BKA-Sprecherin gleich zurück, sagt, die Erhöhung wurde nur „in Aussicht gestellt“.