Kolumne

Greta und die Schubladen

Sprechblase Nr. 311. Warum die nächste Generation „Greta“ heißt.

Schubladen sind so praktisch wie beruhigend, denn grundsätzlich weiß man, was wo drin ist. Hier das Besteck, dort die Socken. Schon, möchte man meinen, ist alles perfekt organisiert.

Auch Personaler lieben Schubladen. Geht es um das Alter, gibt es die mit Babyboomer und Generation X, Y, Z und Alpha etikettierten. Der Haken: Personaler wissen nur grundsätzlich, was in den Schubladen drin ist, nicht aber im Detail. Dabei ließe sich immer Unerwartetes, Enttäuschendes, Begeisterndes finden. Das ist gut so – es geht ja um Menschen, nicht um Besteck oder Socken.

Übrigens: Seit Kurzem ist von der kommenden „Generation Greta“ die Rede. Wie die wohl ist? Jedenfalls mehr als segelnd und geborgte Tesla fahrend. Sicher engagiert und ambitioniert. Und motivierend für die eigene Generation – und oft provozierend für frühere Generationen, die wenig verändern konnten und wollten.

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.


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("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.10.2019)