Quergeschrieben

Peter Handke ist nur Schriftsteller, kein Hohepriester der Moral

In der Debatte um den Nobelpreis für Peter Handke vermischen sich literarische und moralische Wertungen. Sie sollten fein säuberlich getrennt werden.

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Er habe sich, sagte Martin Kušej, „einfach nur gefreut. Ich bin mit Peter Handkes Literatur aufgewachsen.“ So ging es mir auch. Handke war der Dichter meiner Generation: Er war „einer von uns“, wie Mick Jagger und Bob Dylan; einer, der sich aus der Enge heraus seine Welt erträumte und erwanderte. Natürlich ist mein Urteil subjektiv, was sonst. Ich bin Peter Handke dankbar, und der Stockholmer Jury, weil sie seine außerordentliche literarische Leistung endlich doch gewürdigt hat.